Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Tagung der Lipidforscher in Regensburg

02.09.2009
"50th International Conference on the Bioscience of Lipids (ICBL)" vom 1.bis 5. September 2009

Mehr als 50% der Bevölkerung in den Industrieländern sind überernährt und übergewichtig. Überernährung führt im Körper u.a. zu Stoffwechsel-Problemen, Problemen mit den Blutgefässen und den entsprechenden Begleiterkrankungen wie Übergewicht, Diabetes, Arteriosklerose und Bluthochdruck.

Daher ist es dringend notwendig neue therapeutische Strategien und sensitive Biomarker zur Risikoabschätzung zu entwickeln und zu prüfen. Die Lipidforschung ist hier für die Medizin zu einem wichtigen Forschungsbereich geworden und trägt seit Jahrzehnten zum besseren Verständnis von metabolischen Wohlstandskrankheiten bei. Darüber hinaus ist sie von zunehmender Bedeutung in der Transplantationsmedizin und bei Krebserkrankungen.

Führende Experten aus aller Welt (Japan, USA, Europa) berichten und diskutieren auf der Tagung über die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse der Lipidforschung im Bereich der Lebenswissenschaften mit etwa 300 Teilnehmern.

Die jährlich stattfindende "International Conference on the Bioscience of Lipids (ICBL)" steht für eine erfolgreiche Serie von Konferenzen mit langer Tradition in Europa. Das Jubiläum, die 50. ICBL-Konferenz vom 1. - 5. September 2009 wird in diesem Jahr erstmals durch das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin des Universitätsklinikums Regensburg organisiert. "Es gibt heuer keine vergleichbare internationale Konferenz zu dieser Thematik in Europa, so dass der ICBL die größte Bedeutung zu kommt. Wir freuen uns über diese besondere Auszeichnung für Universität, Universitätsklinikum und Regensburg", so Prof. Dr. Gerd Schmitz, Direktor des Instituts und Organisator der Tagung.

Der ICBL-Kongreß in Regensburg spricht vor allem auch jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmern eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich im direkten Austausch mit herausragenden internationalen Vertretern der Lipidforschung über die aktuelle Entwicklung dieses Fachgebiets zu informieren und eigene Ergebnisse in die internationale Diskussion einzubringen. Zusätzlich ist für junge Wissenschaftler während der Konferenz die Möglichkeit geboten, ihre Arbeit in "Poster-Sessions" an mehreren Tagen zu präsentieren.

Im Mittelpunkt der diesjährigen 50. Jahrestagung stehen "Biologische und regulatorische Funktionen kleiner Lipidmoleküle". Das Programm besteht aus 7 Schwerpunkt-Symposien, mit jeweils 2-3 Hauptvorträgen von hoch renommierten Wissenschaftlern und ausgewählten Kurzvorträgen
Schwerpunkte:
- Membran-Mikroheterogenität und Signalübertragung
- Funktion von kleinen Sterolmolekülen
- Verstoffwechslung und Wirkung von Fettsäuren
- Eicosanoide und ihre biologische Funktion bei der Signalübertragung
- Regulatorische Funktionen von Glycerophospholipiden and Sphingolipiden
- Lipotoxizität und Phospholipidosen
- Funktion von Lipidbarrieren
Es konnten 26 prominente Referenten gewonnen werden, von denen die meisten aus USA, Japan und dem europäischen Ausland anreisen. Zu den Höhepunkten jeder ICBL Konferenz zählt die renommierte "Van-Deenen Lecture", mit der in diesem Jahr Prof. Dr. David Mangelsdorf (UT Southwestern, USA) ausgezeichnet wird für seine großen Verdienste im Bereich der Genregulation.

Die Themenzusammenstellung des ICBL 2009 verdeutlicht den stark interdisziplinären Charakter der heutigen Lipidforschung. Eines der Hauptziele des ICBL 2009 besteht in der Förderung der Interaktion und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ansätzen und Richtungen innerhalb eines Forschungsgebietes als Voraussetzung für die Weiterentwicklung des gesamten Forschungsfeldes. Die Ziele, die mit diesen Forschungsaktivitäten verknüpft sind, dienen der Biomarkerentwicklung und der Identifizierung und Charakterisierung neuer therapeutischer Ansatzpunkte.

Lipidforschung / Lipidomic
Die Lipidforschung ist für die Medizin zu einem überaus wichtigen Feld geworden und trägt seit Jahrzehnten zu neuen Ergebnissen im Verständnis von metabolischen Wohlstands-Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, und kardiovaskulären und neurodegenerativen Krankheiten bei. Darüberhinaus ist sie auch von zunehmender Bedeutung für die Transplantationsmedizin und bei Krebserkrankungen.

Die Lipidforschung ist einer der Forschungsschwerpunkte am Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin am UKR. So ist die Koordination des "LipidomicNet", ein EU-Projekt mit 26 Forschergruppen, in Regensburg angesiedelt. "LipidomicNet" forscht auf dem Gebiet "Lipidomics", also "Lipidforschung" und fördert Forschung zum Verständnis humaner Erkrankungen.

Cordula Heinrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.lipidomicnet.org
http://www.icbl2009.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig
20.11.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"
20.11.2017 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie