Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Experten analysieren Hochwassergefahr

27.07.2009
Die TU Graz initiiert ein europaweites Projekt zur Verbesserung des städtischen Hochwasser-Risikomanagements. Gestartet wird es heute mit einer Tagung in Graz, in deren Rahmen zwölf Fachleute einen Lokalaugenschein in den Hochwassergebieten der letzten Tage unternehmen.

Die Keller sind zwar schon leergepumpt und die Schäden grob erhoben - die Spuren des Hochwassers der letzten Tage sind aber vielerorts noch immer zu sehen und die Sorgen bei den Leidtragenden noch immer zu spüren. Da kommt die heute und morgen in der steirischen Landeshauptstadt stattfindende internationale Tagung von Experten für den Hochwasserschutz in Graz gerade recht.

Das Treffen ist die Auftaktveranstaltung des vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU Graz und der Abteilung für Wasserwirtschaft des Landes Steiermark initiierten europaweiten Projektes "SUFRI" (Sustainable Strategies of Urban Flood Risk Management with non-structural Measures to cope with the Residual Risk), das in Kooperation mit der Stadt Graz durchgeführt wird. Ziel ist die Verbesserung des städtischen Hochwasser-Risikomanagements mit nicht-technischen Maßnahmen. Die zwölf Experten aus Italien, Spanien, Deutschland und Österreich werden am Dienstag im Stadtgebiet unterwegs sein, um die Grazer Bäche sowie errichtete bzw. in Bau befindliche Hochwasserschutzmaßnahmen zu besichtigen.

Das Projekt zielt jedoch nicht auf weitere Baumaßnahmen ab, denn diese können keinen absoluten Hochwasserschutz bieten, da sie stets auf bestimmte Bemessungsereignisse ausgelegt sind. Daher stehen vor allem die Verbesserung der Vorwarnsysteme, die Optimierung des Katastrophenschutzmanagements, der Umgang mit dem vorhandenen Restrisiko sowie die Bewusstseinsbildung im Mittelpunkt des Projekts, beispielsweise mit der Durchführung einer Katastrophenschutzübung.

Der Lokalaugenschein ist der Auftakt für eine auf zwei Jahre anberaumte Fallstudie in Graz. Demnächst werden auch in Lodi/Florenz (Italien), Valencia (Spanien), Dresden (Deutschland) solche Untersuchungen gestartet. Durch Ausarbeitung der nationalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den vier beteiligten Partnerländern sollen am Ende des Projekts Empfehlungen für eine bestmögliche Anwendung in der Praxis stehen. Deshalb wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit allen betroffen Institutionen durchgeführt. In der Fallstudie Graz sind dies das Land Steiermark, die Stadt Graz, die Feuerwehr Graz und die Wildbach- und Lawinenverbauung.

Das grenzüberschreitende Forschungsprojekt "SUFRI" wird im Rahmen eines Netzwerkes (ERA-Net CRUE) realisiert, in dem sich auf Initiative der Europäischen Kommission 16 europäische Partner zusammengeschlossen haben, um die Integration der Forschung zu Hochwasser-Risikomanagement in Europa zu verbessern.

Rückfragen:
Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Gerald Zenz
Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft
http://www.hydro.tugraz.at
Email: gerald.zenz@tugraz.at
Tel: +43 (0) 316 873 8361

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.hydro.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie