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Innovation im Dienst des Patienten

13.08.2010
Internationale Experten berichten im Dezember auf der NanoMed 2010 in Berlin über jüngste Fortschritte auf dem Gebiet der Nanomedizin.

Der Übertragung von Innovationen der Nanotechnologie auf medizinische Anwendungen wird von vielen Experten eine enorme Bedeutung für die Entwicklung des Gesundheitswesens im 21. Jahrhundert vorausgesagt. In nahezu allen Bereichen bergen nanomedizinische Ansätze das Potential für revolutionäre Neuerungen in Diagnostik und Therapie.

Doch von einer Entdeckung oder Erfindung bis zum Einsatz in der Klinik ist es oft ein weiter Weg. Erst allmählich bahnen sich Neuheiten aus der nanomedizinischen Forschung den Weg zum Anwender.

Einen bedeutenden Durchbruch hat dabei jüngst die Berliner MagForce Nanotechnologies AG erzielt. Nach zwei Jahrzehnten intensiver Forschung und Entwicklung sowie zahlreichen klinischen Studien, deren Ergebnisse die Erwartungen zum Teil weit übertrafen, wurde ihr in diesem Jahr die europäische Zulassung für ihre Nano-Krebs-Therapie erteilt. Nun gilt es, die Methode schnellst möglich in den Dienst der Patienten zu stellen.

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MagForce-Gründer Andreas Jordan wird als Konferenzpräsident der “NanoMed 2010 – 7th International Conference on Biomedical Applications of Nanotechnology”, die am 2. und 3. Dezember in Berlin stattfindet, über diesen Meilenstein berichten.

Die Konferenzserie NanoMed hat sich seit ihrer Etablierung im Jahre 1999 zu einem der wichtigsten internationalen Treffpunkte für Forscher und Anwender auf dem Feld der Nanomedizin entwickelt. Organisiert wird sie von den Kompentenzzentren cc-NanoChem e. V. und NanoBioNet e. V., die im kommenden Jahr zum größten deutschen Nanotechnologie-Netzwerk fusionieren werden.

Mit Mauro Ferrari (University of Texas) konnte einer der führenden Pioniere der amerikanischen Nanomedizin als Conference Key Note Speaker gewonnen werden.

Schwerpunkt der diesjährigen NanoMed ist das Thema Tumortherapie. So wird u. a. Hossam Haik (TECHNION, Haifa, Israel) über den Nachweis von Tumor-Markern in der Atemluft referieren.

Doch auch andere Teilgebiete der Nanomedizin werden beleuchtet. Forschungen an der Grenze von Nanotechnologie und Neurowissenschaften sind Gegenstand des Vortrags von Michele Giugliano (Universität Antwerpen, Belgien). Gert Storm (Universität Utrecht, Niederlande) stellt neue Konzepte des Drug Delivery vor. Über Materialneuheiten für Implantate und die regenerative Medizin berichtet Jöns Hilborn (Universität Uppsala, Schweden). Die Abwägung von Chancen und Risiken bei der medizinischen Anwendung von Nanomaterialien thematisiert Patrick Case (Universität Bristol, Großbritannien).

Beiträge zur Konferenz können noch bis Oktober eingereicht werden.

Erstmals wird es in diesem Jahr auf der NanoMed auch einen Posterpreis für Nachwuchswissenschaftler geben.

Dr. Karsten Moh | idw
Weitere Informationen:
http://www.nanomed-berlin.de

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