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IDEepolis 2015: Tagung „Das/Im Internet erzählen“

02.06.2015

Über das Internet kursieren viele Geschichten – über eine positive oder negative Zukunft, die im Zeitalter der Digitalisierung zu erwarten sei. Das Internet hat aber auch neue Erzählansätze hervorgebracht, die unter Stichworten wie crossmediales oder transmediales Storytelling diskutiert werden. Bei der Tagung an der Hochschule der Medien (HdM) schlagen Referenten am 11. Juni 2015 den Bogen von den Erzählungen über das Internet bis zu den Geschichten, die dort erzählt werden.

Das Internet stellt sich – auch - als ein Raum des Erzählens dar. Geschichten über das Internet, etwa in Romanen wie „The Circle“ des amerikanischen Autors Dave Eggers, versuchen die Entwicklungen und Sinnangebote einer zunehmenden Verlagerung immer weiterer Lebensbereiche in den digitalen Raum auszuloten. Sie entwickeln Utopien – aktuell jedoch häufiger Dystopien – über die Zukunft der mediatisierten und digitalisierten Gesellschaft.


Tagung rund um das Internet

HdM Stuttgart / Projektteam

Den Auftakt der Tagung macht Dirk von Gehlen. Als Leiter Social Media bei der Süddeutschen Zeitung geht er in seiner Keynote „Vom Ende des Durchschnitts“ darauf ein, wie die Digitalisierung die Vorstellung vom Mainstream verändert.

Unterschiedlichen Ausprägungen des Erzählens über das Internet widmen sich im Anschluss Michael Nagenborg (University of Twente), Dennis Gräf (Universität Passau) und Karl N. Renner (Universität Mainz) mit mentalen Modellen zum Internet, Kinder- und Jugendliteratur und Alltagserzählungen.

Konkrete Formen des Erzählens im Internet stehen am Nachmittag im Mittelpunkt. Hektor Haarkötter (Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Köln) stellt die Frage, inwieweit Storytelling-Tools im Internet das journalistische Erzählen beeinflussen.

Der Kulturwissenschaftler Ramón Reichert (Universität Wien) beschäftigt sich mit digitalen Erzählkulturen allgemein, die Afrikanistin Uta Reuster-Jahn mit Erzählformen zwischen Mündlichkeit und Internet in afrikanischen Kulturen. Eine Praxisbeispiel für digitales Storytelling über mehrere Plattformen („netwars / out oft CTRL“) stellen schließlich Michael Grotenhoff und Saskia Kress von der Hamburger Produktionsfirma Filmtank vor.

Die Tagung ist eine Veranstaltung des Instituts für Angewandte Narrationsforschung (IANA) (www.narrationsforschung.de) und des Instituts für Digitale Ethik (IDE) (www.digitale-ethik.de) der Hochschule der Medien Stuttgart.

Im Anschluss an die Tagung wird ab 18 Uhr der Medienethik-Award META 2014/15 verliehen, mit dem Studierende der HdM journalistische Beiträge auszeichnen, die sich in herausragender und gesellschaftlich verantwortungsvoller Weise mit den Utopien und Dystopien des Internets beschäftigen.

Die Teilnahme an Tagung und Preisverleihung ist kostenlos; Interessenten können sich auf der Website www.hdm-stuttgart.de/meta  anmelden.

Kontakt:
Prof. Dr. Petra Grimm (IDE)
Tel. 0711 8923 2202
grimm@hdm-stuttgart.de

Prof. Dr. Michael Müller (IANA)
Tel. 0711 8923 2295
muellermi@hdm-stuttgart.de

Weitere Informationen:

http://www.hdm-stuttgart.de/meta
http://www.digitale-ethik.de/veranstaltungen/ideepolis-2015/
http://www.narrationsforschung.de/veranstaltungen/

Kerstin Lauer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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