Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochspannung für Kabelexperten

09.09.2009
VDI-Fachtagung "Kabelextrusion 2009" am 2. und 3. Dezember 2009 in Nürnberg informiert über aktuelle Entwicklungen der Branche

Die Kabelindustrie ist weltweit von einem harten Wettbewerbsumfeld gekennzeichnet. Doch welche Wege gibt es aus der aktuellen Krise? Wohin geht die Kabelbranche im Jahr 2010 und darüber hinaus?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Fachtagung "Kabelextrusion", zu der das VDI Wissensforum am 2. und 3. Dezember 2009 nach Nürnberg einlädt. Im historischen Ambiente des Germanischen Nationalmuseums bietet die Tagung Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Netzwerkpflege.

Zu den Programmpunkten gehören unter anderem die Verbesserung des Isolationsmaterials in Bezug auf Chemikalienbeständigkeit, Flammschutz, Toxizität und Rauchgasdichte. Vertreter namhafter Unternehmen stellen moderne Materialkonzepte und Additive für neue Anwendungsbereiche vor.

Beleuchtet werden auch Entwicklungen im Bereich der Maschinentechnik: Simulationsverfahren, der Vergleich von Antriebskonzepten, Helibar als Alternative für klassische Einschneckenextruder und die verfahrenstechnische Optimierung von Spritzköpfen werden als interessante Ansätze vorgestellt, um die Ressourcen- und Energieeffizienz des Prozesses zu verbessern.

Zu den Referenten gehören beispielsweise Vertreter von PlasticsEurope Deutschland, der Chemischen Fabrik Budenheim, Borealis, Rosendahl Maschinen, Troester und Albemarle. Tagungsleiter ist Dr.-Ing. Heiko Körner von der Leoni Kabel Holding (s. Interview).

Anmeldung und Programm unter www.vdi.de/kabelextrusion oder über VDI Wissensforum Kundenzentrum, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, E-Mail: wissensforum@vdi.de, Telefon: +49 (0) 211 62 14-2 01, Telefax: -1 54.

Interview mit dem Tagungsleiter Dr.-Ing. Heiko Körner, Leoni AG

Tagungsleiter Dr.-Ing. Heiko Körner studierte Chemieingenieurwesen mit Vertiefung Verfahrenstechnik an der Uni Erlangen-Nürnberg und promovierte dort am Lehrstuhl für Apparatebau und Chemiemaschinentechnik. Seit 1998 arbeitet er bei der Leoni Kabel GmbH in wechselnden Funktionen im Bereich Process Engineering und ist seit 2007 Vice President R&D Wire & Cable Solutions Division bei der Leoni Kabel Holding GmbH.

Herr Dr. Körner, wie entwickelt sich der Markt im Bereich der Kabelextrusion?

Der Markt entwickelt sich differenziert. Im Bereich Automotive gab es ein gutes erstes Halbjahr 2008, der starke Einbruch kam im vierten Quartal 2008 und bewegt sich seitdem auf niedrigem Niveau. Im Industriebereich hatten die Kabelhersteller ein gutes Jahr 2008, hier kam ein sehr starker Einbruch im ersten Quartal 2009. Der Markt für Mittel- und Starkstromkabel besitzt eine gute Entwicklung weltweit, besonders aber in Asien, bedingt durch den dortigen Infrastrukturaufbau. Nischenmärkte sind von der Krise eher geringer betroffen.

Welche Rolle spielen deutsche Anbieter im internationalen Wettbewerb?

Die deutschen Anbieter sind gut positioniert und nehmen häufig die technische Führungsposition ein.

Welche Trends beobachten Sie hinsichtlich neuer Anwendungen und Technologien?

Die Kabelbranche steht aktuell unter einem sehr hohen Preisdruck, daher steht die Kostenreduzierung durch günstigere Werkstoffe ganz oben auf der Agenda. Zum anderen wird an der Verbesserung der Eigenschaften des Isolationsmaterials in Bezug auf Chemikalienbeständigkeit, Flammschutz, Toxizität und Rauchgasdichte in den jeweiligen Märkten gearbeitet.

Welchen Anforderungen haben Kabelextrudeure heute besonders Rechnung zu tragen?

Zum oben erwähnten hohen Preisdruck kommen auch Forderungen nach immer schnelleren Lieferterminen, natürlich bei gleichbleibend guter Qualität. Zunehmend werden vom Kabelhersteller Dienstleistungen als Systemanbieter erwartet, je nach Bedarf zählen dazu das Design von Kabeln, die Konfektion oder die Verlegung von Kabeln und Peripherie.

Wo liegen die Schwerpunkte der diesjährigen VDI-Tagung?

Im Schwerpunkt der "Kabelextrusion 2009" stehen zum einen neue Werkstoffe, besonders hinsichtlich von Flammschutzsystemen. Zum anderen beleuchten wir die aktuelle Maschinentechnik und diskutieren Möglichkeiten zur Prozessoptimierung in der Anwendungstechnik. Sehr interessant wird auch ein Vergleich von Antriebskonzepten.

An welche Zielgruppe richtet sich die Tagung?

Wir sprechen zum einen die Kabelhersteller an, zum anderen die Maschinenhersteller, Rohstoffproduzenten und Compoundeure. Wir sehen diese Kabeltagung als Branchentreff über die gesamte Wertschöpfungskette, um Erfahrungen auszutauschen und unser Netzwerk zu pflegen - ein Aspekt, der gerade in wirtschaftlich unruhigeren Zeiten wichtiger denn je geworden ist.

Nora Kraft | VDI
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de
http://www.vdi.de/uploads/media/Kabelextrusion2009.jpg
http://www.vdi.de/kabelextrusion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE