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Herausforderungen auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt

18.05.2016

Internationale Konferenz zu „Rural Labor in Transition“ findet vom 22. bis 24. Juni in Halle (Saale) statt

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen vom 22. bis 24. Juni 2016 in Halle (Saale) zum IAMO Forum 2016 zusammen. Auf der Konferenz zum Thema "Rural Labor in Transition: Structural Change, Migration and Governance" wollen sie die Herausforderungen auf dem landwirtschaftlichen Arbeitsmarkt im Kontext der Mobilität europäischer, osteuropäischer und zentralasiatischer Arbeitskräfte diskutieren.


IAMO Forum

Foto: Markus Scholz (c) IAMO

Die Auswirkungen des Strukturwandels auf die Beschäftigungszahlen im Agrarsektor, die Rolle der Migration bei Arbeitsmarktanpassungen und der lokalen Entwicklung sowie die Organisation von Arbeitskräften in der Landwirtschaft werden im Fokus des IAMO Forum 2016 stehen.

In insgesamt vier Plenarsitzungen, 18 Parallelsitzungen und einer Podiumsdiskussion werden aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen der Entwicklung lokaler Wirtschaften und der Mobilität von Arbeitskräften über Landesgrenzen hinweg sowie zwischen verschiedenen Branchen und Beschäftigungsarten auseinandersetzen. Die Ursachen und Konsequenzen werden aus sozialwissenschaftlicher Perspektive unter Berücksichtigung ökonomischer, politikwissenschaftlicher, anthropologischer, soziologischer und historischer Aspekte diskutiert.

Eröffnet wird das IAMO Forum 2016 am 22. Juni mit einem Vortrag von Amelie Constant. Die Direktorin des Forschungsprogramms Migration am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) spricht über Migration, Rücküberweisungen und Ramifikationen im ländlichen China. Anschließend wird Oded Stark eine Keynote halten. Stark vom Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn ist international bekannt in der Migrationsforschung u. a. als Autor von "The Migration of Labor" (1993). Er hat Professuren an den Universitäten in Warschau, Polen, und Tübingen inne und lehrt an der Georgetown Universität in Washington, USA.

Der zweite Konferenztag beginnt mit einer Plenarsitzung zum Thema „Rural labor markets in transition economies“, die vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgerichtet wird. Das IZA ist Mitorganisator des IAMO Forum 2016. Zu Wort kommt dann Alexander M. Danzer, Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der am Beispiel der Baumwollindustrie in Tadschikistan die Zusammenhänge zwischen globalen Rohstoffpreisen und der Armutsentwicklung erläutert.

Corrado Giulietti von der Universität Southampton, Großbritannien, wird Forschungsergebnisse zu Migrationsbewegungen vom ländlichen ins urbane China vorstellen. Weiterhin wird Hartmut Lehmann von der Universität Bologna, Italien, seine Thesen zu den Zusammenhängen zwischen kognitiven – dazu zählen Gedächtnisleistung und Sprache – und nicht kognitiven Fähigkeiten, wie beispielsweis Geduld und Selbstregulation, und der Arbeitsmarktentwicklung in der ländlichen Ukraine vorstellen.

Norberto Pignatti von der International School of Economics an der Tbilisi State University (ISET), Georgien, gibt abschließend einen Einblick in die Situation in Georgien, wo strukturelle Reformen und Reformen des Arbeitsmarktes auf sich warten lassen.

Die ersten beiden, wissenschaftlich orientierten Konferenztage sind eine Plattform für weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu präsentieren und Entwicklungstrends aufzuzeigen. Aus der Vielzahl der Beiträge sind insbesondere die organisierten Sitzungen von Richard Barichello von der University of British Columbia, Kanada, am 22. Juni und von William Meyers von der University of Missouri, USA, am 23. Juni hervorzuheben. Hier werden die Rolle der Migration in lokaler Entwicklung osteuropäischer und zentralasiatischer Länder diskutiert.

Der letzte Konferenztag wird neben der Wissenschaft dann auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft einbinden. Er beginnt mit Keynotes von Johannes Koettl, Senior Economist bei der Weltbank im Bereich Social Protection and Labor Global Practice (GSPDR), und Cheng Fang von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO.

Fang leitet bei der FAO die Studien zu Auswirkungen des Handels auf menschenwürdige Beschäftigung im ländlichen Raum. Abschluss des IAMO Forum 2016 ist eine Podiumsdiskussion über Risiken und Herausforderungen in ländlichen Arbeitsmärkten. Hier werden noch einmal diverse Aspekte herausgestellt, die über die vorherigen Konferenztage debattiert wurden, und der Blick für zukünftig drängende Fragen geschärft. Neben Koettl und Fang sitzen Abel Polese, der an der Dublin City University, Irland, und der Universität Tallin, Estland, lehrt, sowie Taras Vysotskyi, Generaldirektor des Ukrainian Agribusiness Club (UCAB), Ukraine, auf dem Podium.

Das IAMO Forum 2016 wird gemeinsam vom IAMO mit dem Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgerichtet. Die Konferenz wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, der Edmund Rehwinkel-Stiftung, dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle unterstützt. Noch bis zum 31. Mai kann man sich für die Teilnahme an der Konferenz registrieren http://www.iamo.de/forum/2016/registration.

Presseakkreditierung
Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind auf dem IAMO Forum 2016 herzlich willkommen. Gerne arrangieren wir für Sie Interviewtermine mit den Expertinnen und Experten auf der Konferenz. Bei Interesse zur kostenlosen Veranstaltungsteilnahme senden Sie bitte bis zum 17. Juni 2016 eine E-Mail an: presse@iamo.de

IAMO Forum 2016
Rural Labor in Transitions: Structural Change, Migration and Governance
22. – 24. Juni 2016 | Halle (Saale)
http://www.iamo.de/forum/2016
#iamoForum16

Weitere Informationen:

http://www.iamo.de/forum/2016 - Konferenzwebseite IAMO Forum 2016

Britta Paasche | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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