Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Glasfaser-Welt versammelt sich auf dem International Glass Fibre Symposia in Aachen

22.08.2012
Glasfasern sind die bei weitem am meisten eingesetzten Hochmodulfasern für die Verstärkung von Faserverbundbauteilen. In über 90 % der Faserverbundkunststoffe (FVK) werden Glasfasern als Verstärkung eingesetzt.
Die globale Produktionskapazität für diese Hochmodulfasern beläuft sich auf ca. 5,3 Mio. Tonnen. Mit gut 65 % der Anwendungen dominieren die Transportindustrie, der Sektor Gebäude & Konstruktion sowie die Windkraftindustrie die Einsatzgebiete.

Aufgrund der guten Wachstumsaussichten und Marktbedingungen hat sich der Markt der Glasfaserhersteller in den vergangenen Jahren verändert. Neue Akteure, vornehmlich aus Asien, sind in den Markt eingetreten. Auch die Nachfrage aus der Industrie nach den Hochleistungsfasern wächst, vor allem in Asien. Zudem hat es in der Glasfaserindustrie viele Neuentwicklungen gegeben, beispielsweise im Bereich der Glaszusammensetzung und des Sizings.
Hier differenzieren sich die Hersteller, einige setzen auf den Massenmarkt, andere auf speziell auf die Anwendung zugeschnittene Fasertypen. Der hohe Bedarf an Glasfasern und die sich rasch verändernde Marktsituation veranlassen das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University gemeinsam mit dem Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH Aachen University (GHI) und den Interdisziplinären Foren der RWTH Aachen University zur Durchführung des International Glass Fibre Symposia vom 16.-19. Oktober 2012 in Aachen.

Ziel der Konferenz

Diese Konferenz schlägt erstmals eine Brücke von der Herstellung der Glasfasern bis hin zum Verbundwerkstoff und deckt dabei alle Zwischenschritte ab. Damit ist das International Glass Fibre Symposia die einzige Konferenz ihrer Art weltweit. Es werden sowohl Produzenten als auch Anwender vor Ort sein, um sich auszutauschen. Dabei sollen Problemstellungen aus Produzenten- und Anwendersicht erörtert werden, um daraus die Grundlagen für Kooperationen zu schaffen, Anstöße für Innovationen zu generieren und die Basis für ein erfolgreiches Networking entlang der Wertschöpfungskette zu legen.

Die Tagung ist eine Konsequenz aus der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen ITA und GHI und spiegelt die Kernkompetenzen beider Institute wider. Die gesamte Prozesskette von der Glaszusammensetzung bis zum fertigen FVK-Bauteil kann in den beiden Instituten abgebildet werden. Hierdurch ist die Verknüpfung von Wissenschaft und industrieller Umsetzung entlang der Prozesskette gesichert, welche für Innovation und Wachstum essentiell ist.

Durch die Tatsache, dass das International Glass Fibre Symposia allein auf den Bereich Glasfasern bezogen ist, schließt sich eine wichtige Lücke: Viele Konferenzen werden heutzutage entweder exklusiv zum Thema ‚Carbon Fasern‘ oder allgemein über verstärkte Kunststoffe ausgerichtet. Das Themenfeld ‚Glasfasern‘ tritt dabei meist in den Hintergrund und wird nie alleine fokussiert, obwohl der Markt von Hochmodulfasern zu mehr als 90% aus Glasfasern besteht. Deswegen bietet die Konferenz eine optimale Grundlage, um von den Rohstoffen bis zum Endprodukt den gesamten Themenbereich ‚Glasfasern‘ abzudecken.

Nähere Informationen finden Sie auf www.ita.rwth-aachen.de/index.htm
und zur Anmeldung unter
www.ita.rwth-aachen.de/1-aktuell/1-02-04-konferenzen.htm.

Über das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Die Kernkompetenzen des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University liegen in der Entwicklung von Textilmaschinen und –komponenten, neuen Werkstoffen und neuen Verfahren zur Herstellung von Textilien. Für Industrieunternehmen bietet das ITA Weiterbildung und Seminare sowie Forschungsdienstleistungen gemeinsam mit der Partnerfirma 3T TextilTechnologieTransfer GmbH an. Daneben bildet das ITA Studierende verschiedener Fachrichtungen in Textiltechnik aus und ermöglicht die Promotion zum Dr.-Ing. Weitere Informationen finden Sie unter www.ita.rwth-aachen.de.

Über das Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH Aachen University (GHI)
Ziel der Arbeiten des Lehrstuhls für Glas und keramische Verbundwerkstoffe am GHI ist der Brückenschlag von den Grundlagen zur Technologie. Dadurch werden Innovationen auf den Gebieten der Prozesstechnologie, des Werkstoffverhaltens, der Kreislaufwirtschaft sowie die Bewertung von Produktionsprozessen gefördert. Das Institut verfügt über die wissenschaftliche Ausrüstung für die komplette Charakterisierung von anorganischen Materialien. Weitere Informationen finden Sie unter www.ghi.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.ghi.rwth-aachen.de
http://www.ita.rwth-aachen.de/1-aktuell/1-02-04-konferenzen.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie