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Forscher rätseln über den mysteriösen Sternenkitt

19.05.2009
Die Eigenrotation von Galaxien sollte eigentlich dafür sorgen, dass die Sterne aufgrund der Fliehkraft auseinander getrieben werden. Eine rätselhafte Kraft scheint das jedoch zu verhindern.

Auf einer internationalen Tagung im Physik-Zentrum Bad Honnef diskutieren Forscher aus aller Welt mögliche Erklärungsmöglichkeiten. Die Veranstaltung läuft vom 24.05. bis 29.05.; sie wird von Physikern der Universität Bonn organisiert. Journalisten sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Viele Physiker vermuten, dass die so genannte Dunkle Materie aufgrund ihrer Masseanziehung die Galaxien zusammenhält. Bislang hat jedoch niemand diesen mysteriösen Sternenkitt tatsächlich nachweisen können. Es gibt allerdings auch alternative Theorien, die ohne dunkle Materie auskommen.

Die Veranstalter erwarten 95 Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Eine Woche lang werden sie in Bad Honnef die schwierigen Probleme diskutieren, mit denen sich die heutige Kosmologie konfrontiert sieht. Es geht unter anderem darum, woher die kleinsten Galaxien stammen: Sind sie voll von dunkler Materie, wie es manche Beobachtungen andeuten? Oder sind sie durch Kollisionen anderer Galaxien entstanden? Dann könnten sie jedoch keine dunkle Materie enthalten.

In letzter Konsequenz würde das eine Modifizierung der Newtonschen Gravitationstheorie erfordern. "Falls diese Vorstellung zutrifft, müssten wir die gesamte Dynamik des Universums neu überdenken", erklärt Professor Dr. Pavel Kroupa vom Argelander-Institut für Astronomie an der Universität Bonn. "Möglicherweise müssten sogar die Einsteinschen Feldgleichungen neu formuliert werden."

Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Um Anmeldung bei der E-Mail-Adresse tdgbonn@astro.uni-bonn.de wird gebeten. Die Tagungssprache ist English; das Programm kann unter

http://www.astro.uni-bonn.de/~tdgbonn/index.html heruntergeladen werden.

Kontakt:
Professor Dr. Pavel Kroupa
Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-6140
E-Mail: pavel@astro.uni-bonn.de

Frank Luerweg | idw
Weitere Informationen:
http://www.astro.uni-bonn.de/~tdgbonn/index.html

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