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Flohkrebse – Bioindikatoren für Veränderungen in Ökosystemen

16.09.2011
Vom 27. bis 29. September 2011 findet eine internationale Konferenz zur Biologie der Flohkrebse und ihrer Bedeutung als Bioindikatoren für den Zustand und die Veränderungen in Ökosystemen an der Universität Palermo, Italien, statt. Die Konferenz ist ein gemeinsames Projekt der Universitäten Potsdam und Palermo. Initiator und Mit-Organisator ist Dr. Valerio Ketmaier vom Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam.

Zu der Konferenz „New frontiers for monitoring european biodiversity: the role and importance of amphipod craustaceans“ werden Wissenschaftler aus 20 Nationen erwartet. Die Forscher kommen überwiegend von europäischen Universitäten und Instituten, aber auch aus Nordafrika und Südamerika. Die Tagung wird durch das Deutsch-Italienische Hochschulzentrum gefördert.

Flohkrebse (Amphipoda) sind nur einige Millimeter bis wenige Zentimeter groß und gehören zur Ordnung der Krebstiere. Sie sind weltweit verbreitet – vom tropischen Fluss bis zur arktischen Tiefsee. Meist treten sie in großer Zahl auf und sind so ein wichtiges Glied der Nahrungskette. Unter anderem sind sie Bestandteil des Planktons. Deswegen kommt den Flohkrebsen eine sehr große Bedeutung als Bioindikatoren für den Zustand und die Veränderungen eines Ökosystems zu. Jedoch ist diese Tiergruppe bisher nur wenig erforscht: Biologen vermuten, dass es mehr als 30.000 Arten gibt. Erst 6.000 sind bekannt.

Die Beiträge der Konferenz decken ein breites Spektrum an Themen ab – von der Genetik der Flohkrebse über die Lebensweise verschiedener Arten bis zu evolutionären Aspekten. Ein Vortrag beschäftigt sich beispielsweise mit dem Zusammenhang zwischen Klimawandel und der Verbreitung von Flohkrebsen auf Helgoland. Die speziellen anatomischen Anpassungen bestimmter Arten an das Leben in Höhlen thematisiert ein anderer Beitrag. Wie Strände touristisch genutzt werden können, ohne dass die dort lebende Flohkrebspopulation beeinträchtigt und damit das gesamte lokale Ökosystem gestört wird, ist ein weiteres Thema.

Hinweis an die Redaktionen:

Zeit: 27.–29.07.2011
Ort: Universität Palermo
Kontakt: Dr. Valerio Ketmaier, Telefon: 0331/977-5604, E-Mail: ketmaier@uni-potsdam.de

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.meb-conference.com

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