Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fiber Society-Meeting an der Empa: Forschung für innovative Textilien von morgen

01.06.2012
Rund 200 Fachleute aus der Textilforschung trafen sich Ende Mai in St. Gallen an der internationalen «Fiber Society Spring Conference», um einen Überblick über aktuelle Trends in Forschung und Entwicklung zu erhalten. Gastgeberin war die Empa, die intensiv an Faser- und Textilinnovationen arbeitet.

Obwohl Textilien eine jahrtausendealte Tradition haben, bleibt genügend Raum für Innovationen. Diesen auszuloten, war ein Ziel der diesjährigen Konferenz der «Fiber Society», einer 1941 gegründeten Gesellschaft, die den wissenschaftlichen Fortschritt auf dem Gebiet von Fasern und Faserprodukten fördert.


Faserentwicklung für die Medizin: Leuchtendes Textil für die photodynamische Behandlung von Tumoren.

«Fiber Research for Tomorrow’s Applications» war denn auch das Motto der Tagung. Damit solle die Überzeugung ausgedrückt werden, dass «Textilien ein ungebrochenes Potenzial haben», wie Rudolf Hufenus von der Empa-Abteilung «Advanced Fibers», einer der Organisatoren der Konferenz, in seiner Begrüssung betonte.

Auf diesem Gebiet entstehen Innovationen meist durch Partnerschaften aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Ebenso brauche es eine intensive Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten und der Industrie, so Hufenus. Die «Fiber Society Spring Conference» bot vom 23. bis 25. Mai eine ideale Plattform zum Austausch von Ideen und Know-how sowie zum Planen gemeinsamer Projekte. Austragungsort war die Empa an ihrem Standort St. Gallen, eine Institution, die sich traditionellerweise mit textilen Innovationen beschäftigt.

Das Interesse an der Tagung war enorm. Die Organisatoren erhielten etwa doppelt so viele Vorschläge für Fachvorträge wie sie berücksichtigen konnten. Insgesamt nahmen mehr als 200 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 20 Ländern teil. «Bei der Konferenz geht es um die praktischen Anwendungen der heutigen Faserforschung», erklärte Hufenus, der mit seinem Team neuartige Fasern entwickelt. So etwa eine Faser für Schutzjacken, die wie eine Panzerung einen harten Schlag abwehrt, sich aber sonst sehr «geschmeidig» verhält, wodurch eine solche Jacke bequem zu tragen ist.

Ein genereller Trend ist, so zeigte sich in St. Gallen, dass Textilien neue Anwendungsgebiete mit hoher Wertschöpfung erobern, zum Beispiel die Medizintechnik, wo textile Implantate als Ersatz von Blutgefässen oder Herzklappen zum Einsatz kommen. Neueste Entwicklungen von leitfähigen Fasern verschmelzen Elektronik und Textiltechnik, mit einem entsprechend grossen Potenzial für die Überwachung von Körperfunktionen und in der Telemedizin.

Die Empa arbeitet selber intensiv an Lösungen auf diesen zukunftsreichen Gebieten; insgesamt acht Empa-ForscherInnen berichteten an der Tagung von ihren neuesten Resultaten. So etwa im Bereich Elektrospinnen, ein Verfahren, mit dem sich polymere, rein anorganische und komposite Fasern mit Durchmessern im Nanometerbereich herstellen lassen. Damit werden neuartige Vliese für den Einsatz in der Medizintechnik, in der Katalyse und in der Filtertechnik möglich.

Weitere Informationen
Dr. Rudolf Hufenus, Advanced Fibers, Tel. +41 58 765 73 41, rudolf.hufenus@empa.ch

Dr. René Rossi, Schutz und Physiologie, Tel. +41 58 765 77 65, rene.rossi@empa.ch

Sabine Voser | EMPA
Weitere Informationen:
http://www.empa.ch

Weitere Berichte zu: Empa Faser Fiber Optic Cables Medizintechnik Organisatoren Society-Meeting Textil

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil
14.12.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF
13.12.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten