Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fascination of Plants Day 2012 – Die faszinierende Welt der Pflanzen

03.04.2012
Am 18.Mai 2012 dreht sich weltweit alles um das Thema Pflanze: Die Europäische Organisation für Pflanzenwissenschaften initiiert den ersten „Fascination of Plants Day“. Der Tag zielt darauf ab, Pflanzen und Pflanzenwissenschaften in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und deren Bedeutung in zentralen Lebensbereichen bewusst zu machen.
Der „Fascination of Plants Day 2012“ wird von der Europäischen Organisation für Pflanzenwissenschaften (EPSO) koordiniert, um Pflanzen und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für unser tägliches Leben an diesem Tag in den Mittelpunkt zu stellen. So viele Menschen wie möglich sollen Einblicke in die spannende Welt der Pflanzen erhalten und sich von ihnen faszinieren lassen.

Dr. Joachim Schiemann, einer der deutschen Koordinatoren des Aktionstages, über den Hintergrund des Tages: „Es fand eine gewisse Entfernung der Menschen von Pflanzen statt. Ziel des Tages ist es, die Wichtigkeit von Pflanzen in sämtlichen Lebensbereichen anschaulich zu vermitteln und damit wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen.“

Der erste Internationale Tag der Pflanze wird von der European Plant Science Organisation - EPSO - koordiniert. (Quelle: © EPSO / www.plantday12.eu)

Faszinierende Pflanzenwelt
Mikroskopisch klein oder mehrere Meter groß; Bunt und auffällig oder gut getarnt; Gut reichend, gut schmeckend, brillante Vorlage für synthetische Verfahren, Produktionsstätten oder Rohstoffe: Pflanzen sind nicht nur in Ihren Erscheinungsformen oder Verbreitungsarten vielfältig, sie werden auch auf unterschiedlichste Art genutzt. In allen Lebensbereichen werden – mehr oder minder offensichtlich – Pflanzen für den Menschen nutzbar gemacht. In der Landwirtschaft, bei der nachhaltigen Produktion von Nahrungsmitteln, im Gartenbau oder in der Forstwirtschaft ist dies für jeden sichtbar. Verwendet man Pflanzen als Rohstoff für Produkte wie Papier, Bauholz oder Textilien kann man den Ursprung ebenfalls sehen. Werden Pflanzen jedoch für die Herstellung von z.B. Chemikalien, Arzneimitteln, Fasern oder für die Bereitstellung von Energie verwendet, hat man dies beim Gebrauch nicht immer direkt vor Augen.

Viele Erkenntnisse über die Welt der Pflanzen konnte dank Forschung bereits übertragen und für den menschlichen Gebrauch verwertbar gemacht werden, beispielsweise für die Herstellung von Biopolymeren oder bei der Erarbeitung neuer Technologien basierend auf Vorgängen in der Natur, z.B. das Abperlen von Wasser auf Oberflächen, dem sogenannte Lotuseffekt. Wir Menschen kopieren die Natur oder versuchen die natürlichen Bedingungen zu optimieren, indem wir z.B. Pflanzen züchten, die widerstandsfähig und resistenter sind. Pflanzen sind demnach nicht nur als Nahrung essentiell für den Menschen. Gleichzeitig sind Pflanzen zentral für den Klima- und Naturschutz.

Internationales Engagement

Bisher nehmen bereits über 280 Institutionen aus 38 Ländern am Fascination of Plants Day 2012 teil. Rund um den 18. Mai werden Einrichtungen aus 28 Ländern Europas und 10 aus Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Australasien, aktiv. Darunter zählen Einrichtungen der Pflanzenforschung, wie Universitäten oder Kompetenzzentren und zahlreiche andere Teilnehmer, z.B. Museen und Botanischen Gärten.

Dem interessierten Besucher werden unterschiedlichste Aktionen und Programme geboten: Führungen, Ausstellungen, Demonstrationen, Vorträge und vieles mehr. Ziel des Tages ist es, nicht nur Daten und Fakten zu liefern, sondern den Besuchern anhand anschaulicher Beispiele die Bedeutung von Pflanzen für unser tägliches Leben bewusst werden zu lassen und Einblicke in sonst verborgene Geheimnisse der Pflanzen zu gewähren. An diesem Tag kann ein Blick hinter die Kulissen von Forschungseinrichtungen geworfen werden: Woran genau forschen die Wissenschaftler und wie sieht die dahinterstehende Forschung bei gewissen Pflanzen oder Produkten konkret aus?

Pflanzen können außergewöhnliche Formen annehmen, hier: Schwarzkümmel. (Quelle: © Zoë Popper / www.plantday12.eu)

Die Initiatoren wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bildung, Forschung, aber auch Landwirtschaft und Industrie auf dem Sektor der Pflanzen sind. Die Begeisterung für die außerordentliche Vielfalt der Pflanzenwelt soll dabei überschwappen. Dr. Joachim Schiemann freut sich über die positive Resonanz: „Die Besucher erwartet ein buntes Spektrum an Veranstaltungen mit vielfältigen Themen. Ich finde der Fascination of Plants Day ist eine tolle Idee und ich würde mir wünschen, dass diese Idee über das Jahr 2012 hinaus trägt.“

In mehreren Ländern, auch in Deutschland, ist der 18. Mai zudem ein Brückentag nach dem Feiertag Christi Himmelfahrt, sodass viele die Gelegenheit nutzen können, um das Angebot der teilnehmenden Einrichtungen zu nutzen!

Weiterführende Informationen und eine Liste der teilnehmenden Institutionen der einzelnen Länder erhalten sie unter: www.plantday12.eu. Die Organisatoren freuen sich auch weiterhin auf Ideen und neue Teilnehmer. Bei Fragen, Anregungen oder konkreten Vorschlägen können sie sich direkt an einen der deutschen Koordinatoren wenden:
Joachim Schiemann
Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Erwin-Baur-Str. 27
D - 06484 Quedlinburg
Fon 0049 3946 47 508
joachim.schiemann@jki.bund.de

Ulrich Schurr
Forschungszentrum Jülich
IBG-2: Plant Sciences
D - 52425 Jülich
Fon 0049 2461 613073
u.schurr@fz-juelich.de

| Pflanzenforschung.de
Weitere Informationen:
http://www.pflanzenforschung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt
20.09.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle
20.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik