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Der EUFEP-Kongress

13.05.2013
Statement Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH: Adipositas-Prävention

In Krems an der Donau findet am 12. – 13. Juni 2013 bereits zum 4ten Mal das internationale anerkannte Symposium „Europäisches Forum für Evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention – European Forum for Evidence-based Prevention [EUFEP]“ zum Thema „Adipositas – Obesity“ statt.

Internationale und nationale Strategien zur Vermeidung von Adipositas, Evaluation von Adipositasprävention sowie ökonomische Aspekte in Bezug auf Übergewicht und Adipositas werden Inhalt des internationalen Symposiums sein.

Übergewicht und Adipositas stellen eine der größten gesundheitlichen Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Sie sind bedeutende Risikofaktoren bei Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Muskel- und Skeletterkrankungen oder Krebs.

Laut WHO (World Health Organization) stellen Übergewicht und Adipositas weltweit die fünfthäufigste Ursache für Sterbefälle dar – so sterben weltweit jährlich 2,8 Millionen Erwachsene bereits an deren Folgen. 2008 waren laut WHO über 1,4 Milliarden Erwachsene übergewichtig, adipös waren davon über 200 Millionen Männer und fast 300 Millionen Frauen. In Europa liegt der Wert bei etwa 20%, davon ist ein Drittel adipös.

Die Anzahl übergewichtiger und adipöser Menschen steigt aber nicht nur in den Wohlstandsgesellschaften der industrialisierten Welt an, eine entsprechende Entwicklung ist auch in den Entwicklungsländern zu verfolgen. Glaubt man den derzeitigen Prognosen wird bis 2030 die Mehrheit der Bevölkerung übergewichtig oder gar adipös sein. (Rokholm, Baker & Sorensen, 2010).

Auch in den USA sind Übergewicht und Adipositas die zweithäufigste Ursache für vermeidbare Erkrankungen und Tod (Wang & Lobstein, 2008). Diese enorme Krankheitslast schlägt sich auch in hohen Zusatzkosten für die Gesellschaft nieder. In den USA wird die finanzielle Belastung auf 290 Milliarden US Dollar und in Deutschland auf 10 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Dabei handelt es sich um medizinische Kosten, aber auch Aufwendungen für Invalidität und verlorene Produktivität werden berücksichtigt.

Diese hohen gesellschaftlichen Kosten machen die „Adipositas-Epidemie“ daher zu einem prioritären Public Health Thema, dem sich die Gesundheitspolitik des 21. Jahrhunderts stellen muss.

Prof. Dr. Gerald Gartlehner
eufep@donau-uni.ac.at
Donau-Universität Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems

Judith Wagner | e & k public relations gmbh
Weitere Informationen:
http://www.eufep.at

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