Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dringend gesucht: neue Medikamente

08.06.2011
Internationale Experten aus der pharmazeutischen und der Infektionsforschung treffen sich zum Ideenaustausch im Saarland.

Sie suchen neue Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten und optimieren sie für den Einsatz als Medikament: die Wissenschaftler aus Naturstoffforschung, medizinischer Chemie und der Erforschung des Wirkstofftransportes. Am 16. Juni 2011 treffen sie sich zum Austausch ihrer jüngsten Erkenntnisse im Saarland.

Dann richtet das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) das Erste Internationale HIPS-Symposium zu Pharmazeutischen Wissenschaften mit dem Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten aus.

Ziel der Konferenz ist es, renommierte Forscher und Nachwuchswissenschaftler auf der Suche nach neuen Anti-Infektiva zusammenzuführen. Darauf konzentrieren auch die drei Forschungsabteilungen des HIPS ihre Arbeit.

Das HIPS-Symposium dient nicht nur den Experten als Forum, um neue Forschungsansätze über die Grenzen der Disziplinen hinweg zu diskutieren, sondern bietet auch jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Projekte auf Postern einem Fachpublikum zu präsentieren. Über neue Wirkmechanismen zukünftiger Antibiotika berichtet unter anderem Professorin Suzanne Walker von der Harvard Universität in Cambridge, USA. Die Wissenschaftlerin forscht an dem in Krankenhäusern weit verbreiteten Bakterium Staphylococcus aureus, das immer neue Resistenzen gegen gängige Antibiotika entwickelt. Zweites Hauptthema der Konferenz sind Naturstoffe zur Entwicklung neuer Antibiotika. So berichtet Professor Karl-Heinz Altmann von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich über die Synthese und biologische Aktivität von Naturstoff-Abkömmlingen. Zum Abschluss des Symposiums referieren Experten über den optimierten Transport von Wirkstoffen mithilfe geeigneter Nanopartikel als Träger.

Neben Plenarvorträgen und Posterpräsentationen findet auch ein HIPS-Podium statt: Darin stellt sich das Institut mit einem allgemeinen und drei wissenschaftlichen Vorträgen von Nachwuchsforschern vor. Ein gemeinsames Grillen beschließt die Veranstaltung und gibt Gelegenheit zum ungezwungenen Austausch und Kontakteknüpfen.

Insgesamt rechnen die Organisatoren zum Auftakt mit etwa 150 Teilnehmern. Das Symposium wird eröffnet vom Präsidenten der Universität des Saarlandes (UdS), Professor Volker Linneweber, und von Dr. Anne Norekian, Leiterin des Referates Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im saarländischen Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft. „Künftig wollen wir das Symposium regelmäßig ausrichten und als international bedeutende Plattform etablieren“, sagt Professor Rolf Müller, Geschäftsführender Direktor des HIPS und Leiter der Abteilung Mikrobielle Naturstoffe.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig ist eine von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen gemeinsam finanzierte Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Aufgabe des Zentrums ist es, biomedizinische Forschung auf dem Gebiet der Infektionsbiologie sowie deren klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben.
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland:
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des Helmholtz- Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde gemeinsam mit der Universität des Saarlandes im Jahr 2009 gegründet. Wo kommen neue nachhaltige Wirkstoffe gegen weit verbreitete Infektionen her, wie kann man diese für die Anwendung am Menschen optimieren und wie werden sie am besten durch den Körper zum Wirkort transportiert? Auf diese Fragen suchen die Forscher am HIPS mit modernsten Methoden der Pharmazeutischen Wissenschaften Antworten. Der Internationale Wissenschaftliche Beirat des HIPS begleitet den Aufbauprozess des Instituts konstruktiv und trifft sich vom 15. bis 17. Juni bereits zu dritten Mal. Dem Beirat gehören 12 Mitglieder und 3 Gäste aus Deutschland, der Schweiz, Spanien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den USA an. Die Initiative zur Ausrichtung des HIPS-Symposiums ging von ihm aus.

Weitere Informationen unter: www.helmholtz-hzi.de/HIPS

Kontakt:
Markus Ehses
Wissenschaftlicher Referent
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Universität des Saarlandes, Campus C2.3
D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681 302-70305
markus.ehses@helmholtz-hzi.de
Hinweis für Hörfunk-Journalisten:
Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche richten Sie bitte an die Pressestelle der Universität des Saarlandes (0681/302-4022).

Dr. Bastian Dornbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-hzi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte
23.11.2017 | Universität Witten/Herdecke

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung