Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diabetes Kongress 2017: Neue Präventions- und Behandlungskonzepte: Der Rolle von Genen, Lebensstil und Umweltfaktoren auf der Spur

12.05.2017

Diabetes ist zu einer globalen Epidemie geworden. Auch hier steigt die Zahl der Erkrankten, etwa 6,7 Mio. sind betroffen. Diabetes entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von Genen, Lebensstil und Umweltfaktoren. Dieses erforschen Wissenschaftler und Ärzte des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) gemeinsam.„Fortschritt für unsere Patienten“ ist das Hauptthema des Kongresses der DDG. Kongresspräsidentin Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann gibt im Rahmen der Vorab-Pressekonferenz am 17. Mai in Berlin einen Überblick über aktuelle Projekte und Ergebnisse aus der translationen Diabetesforschung.

Nahrungsüberfluss und zu wenig Bewegung sind neben einer erblichen Veranlagung dafür verantwortlich, dass immer mehr Menschen übergewichtig und adipös (fettleibig) werden. Übergewicht wiederum ist einer der zentralen Faktoren für Typ-2-Diabetes.

„Die translationale Forschung verbindet Grundlagenforschung und klinische Anwendung, um aufzuklären, warum manche Menschen bei ungesunder, fett- und kohlenhydratreicher Kost dick und krank werden, andere hingegen nicht und wieso eine bestimmte Therapie nicht bei allen Menschen mit Diabetes Typ 2 gleichermaßen gut anschlägt“, erklärt Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann, Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

„Lebensstilbedingte Erbgutveränderungen sind einer der Schlüssel dafür, wie ein Organismus auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert und wie eine Diabeteserkrankung individuell verläuft.“ Sie wirken sich auf den Stoffwechsel der Person, bei der sie zuerst aufgetreten sind sowie auch auf den ihrer Nachkommen aus. Professor Schürmann erläutert:

„Wir haben zum Beispiel an Mäusen bestimmte epigenetische Veränderungen identifiziert, die abhängig von der Ernährung das Entstehen einer Fettleber begünstigen. Auch bei Menschen mit einer Leberverfettung fanden wir solche Markierungen am Erbgut, von denen sich einige sogar in Blutzellen nachweisbar waren. Diese könnten zukünftig als diagnostische oder prognostische Marker bei Diabetes dienen.“ Darüber hinaus steht unter anderem im Fokus der Forschung, inwieweit epigenetische Veränderungen umkehrbar sind und wenn ja, auf welche Weise.

„Wenn es uns schon gelänge, früh zwischen den Patienten zu unterscheiden, die auf bestimmte Lebensstilveränderungen oder medikamentöse Behandlungen erfolgreich reagieren oder nicht, könnte dies in Zukunft viel persönliches Leid verhindern und unser Gesundheitssystem entlasten“, betont Professor Schürmann.

Alle Informationen zum Diabetes Kongress 2017 (24. bis 27. Mai in Hamburg) sind im Internet unter www.diabeteskongress.de zu finden. Kurzfilme mit Interviews und Beiträgen zum Diabetes Kongress 2017 finden Interessierte in der Mediathek.

Terminhinweise für Journalisten:

Vorab-Pressekonferenz in Berlin
„Diabetes-Kongress 2017 / Wahljahr 2017 – Forderungen der DDG“
Termin: Mittwoch, 17. Mai 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum im Haus der Bundespressekonferenz, Raum 4
Anschrift: Schiffbauerdamm 40/Ecke Reinhardstraße 55, 10117 Berlin

Themen und Referenten:

Digitalisierung als Chance für eine patientenzentrierte Begleitung der Betroffenen
Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland
Kongresspräsident Diabetes Kongress 2017, Vizepräsident und Mediensprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
Sowie
Manuel Ickrath
Sprecher Task Force Digitalisierung in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Herausgeber Digitalisierung in der Diabetes Zeitung (DiaTec-Journal) Unternehmensberater für Verlage, Unternehmen der Diagnostik-und Pharmaindustrie sowie für Verbände in der Diabetesszene

Grundlagen- und Versorgungsforschung als Voraussetzung für eine innovative Patientenversorgung
Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann
Kongresspräsidentin Diabetes Kongress 2017, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Versorgungssituation in der Diabetologie und die Bedeutung der Sprechenden Medizin
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz
Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen

Wie ein Nationaler Diabetes-Plan im Kampf gegen Diabetes hilft – die Bedeutung der Prävention
Dr. Dietrich Garlichs
Geschäftsführer der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG),
Sprecher Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK)
_________________________________________________________________________

1. Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses 2017 in Hamburg
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
„Die Zukunft der Versorgung“
Termin: Donnerstag, 25. Mai 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Hamburg Messe & Congress GmbH, Raum Prag, 2. Obergeschoss
Anschrift: Messeplatz 1, 20357 Hamburg

Vorläufige Themen und Referenten:

Ökonomisierung in der Medizin
Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland
Kongresspräsident Diabetes Kongress 2017, Vizepräsident und Mediensprecher der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
Sowie
Professor Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger
Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Ärztliche Direktorin Zentrum / Innere Medizin /Fünf Höfe, München

Optimale Versorgung multimorbider Patienten - Diabetologie 2025
Professor Dr. med. Baptist Gallwitz
Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen
Sowie
Dr. med. Nikolaus Scheper
Vorstandsvorsitzender des Berufsverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), Marl

Delegationsvereinbarungen in der Diabetologie 2017
Dr. rer. medic. Nicola Haller
Ärztehaus am Vincentinum, Augsburg, Vorsitzende VDBD, stellvertretende Vorsitzende diebetesDE Deutsche Diabetes Hilfe

Digitalisierung in der Diabetestherapie: Wie verbessert sie die Patientenbetreuung? (Erste) Erfahrungen und Zukunftsaspekte
Professor Dr. med. Lutz Heinemann
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes & Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
Sowie
Manuel Ickrath
Sprecher Task Force Digitalisierung in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, Herausgeber Digitalisierung in der Diabetes Zeitung (DiaTec-Journal) Unternehmensberater für Verlage, Unternehmen der Diagnostik-und Pharmaindustrie sowie für Verbände in der Diabetesszene

Keine Heilung ohne Forschung: Neue Erkenntnisse aus der Verbundforschung
Professor Dr. Dr. h.c. Martin Hrabĕ de Angelis
Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München
Lehrstuhl für Experimentelle Genetik, Technische Universität München
Vorstand des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung DZD
________________________________________________________

2. Kongress-Pressekonferenz anlässlich des Diabetes Kongresses 2017 in Hamburg
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
„Forschung, Innovationen und Klinik“
Termin: Freitag, 26. Mai 2017, 11.15 bis 12.15 Uhr
Ort: Hamburg Messe & Congress GmbH, Raum Prag, 2. Obergeschoss
Anschrift: Messeplatz 1, 20357 Hamburg

Vorläufige Themen und Referenten:

Nachwuchs-Förderung der DDG
Professor Dr. rer. nat. Annette Schürmann
Kongresspräsidentin Diabetes Kongress 2017, Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Sprecherin des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD) und Leiterin der Abteilung Experimentelle Diabetologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

Neue Behandlungsmethoden für Menschen mit Typ-1-Diabetes
Professor Dr. med. Olga Kordonouri
Chefärztin am Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche, Kinderkrankenhaus AUF DER BULT, Hannover

Den Patienten eine Stimme geben
Dr. med. Jens Kröger
niedergelassener Internist und Diabetologe am Zentrum für Diabetologie Hamburg Bergedorf und Vorstandsmitglied bei diabetesDE-Deutsche Diabetes Hilfe

Wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von einem Typ-1-Diabetes betroffen? Ursachen und Prognosen
Professor Dr. med. Andreas Neu
Oberarzt der Diabetes-Ambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Tübingen

Pflegenotstand, Pflegeweiterbildung: Diabetes-Versorgung von Alt und Jung in der Zukunft
Dr. med. Jürgen Wernecke
Chefarzt der Klinik für Diabetologie u. Med.-Geriatrische Klinik am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Diabetes Kongress 2017
Anne-Katrin Döbler/ Julia Hommrich/Corinna Deckert
52. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931 423, Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org


Weitere Informationen:

http://www.diabeteskongress.de
http://www.ddg.info

Kerstin Ullrich | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt
20.09.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

nachricht Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle
20.09.2017 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik