Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung auf Internisten-Kongress

08.04.2016

Große Volkskrankheiten stehen im Fokus der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG). Vom 9. bis 12. April 2016 treten die DZG erstmals gemeinsam auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Mannheim auf.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Lungenerkrankungen, Infektionen und neurodegenerative Erkrankungen verursachen in Deutschland Kosten von rund 100 Milliarden Euro pro Jahr.

Viele Patienten, die zum Hausarzt oder Internisten gehen, leiden an einer dieser Krankheiten, der sogenannte multimorbide Patient häufig auch an mehreren. Da die Menschen immer älter werden, nimmt die Zahl der zumeist altersabhängigen Erkrankungen stetig zu.

Die zwischen 2009 und 2012 gegründeten DZG bilden neue Forschungsstrukturen zur Bekämpfung dieser großen Volkskrankheiten. Erstmalig in Deutschland arbeiten hier jeweils universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen dauerhaft zusammen.

Mit dieser Struktur sind die sechs Zentren gut aufgestellt, um Ergebnisse aus der Forschung zum Patienten zu bringen. Sie wollen diesen als Translation bezeichneten Prozess beschleunigen – zum Wohl der Patienten und des Gesundheitssystems.

Auf der DGIM sind fünf der sechs Zentren vertreten und präsentieren sich an einem gemeinsamen Stand. In Symposien unter der Schirmherrschaft der DZG werden neueste Forschungsergebnisse etwa zur Immuntherapie in der Onkologie (DKTK), zu Übergewicht und Fettstoffwechsel (DZD), zur Therapie der Herzschwäche (DZHK), zu neuen gefährlichen Infektionskrankheiten (DZIF) sowie zur individualisierten Therapie obstruktiver Lungenerkrankungen (DZL) vorgestellt.

Krankheiten machen nicht an Fachgrenzen halt. So besteht beispielsweise ein enger Zusammenhang zwischen Herzrhythmusstörungen und Schlaganfall. Herzmuskelerkrankungen und Krebs können durch Viren ausgelöst werden. Adipositas und Diabetes erhöhen sowohl das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch für bestimmte Krebsarten und betreffen alle Organsysteme.

Lungenkrebs kommt bei verschiedenen chronischen Lungenerkrankungen vermehrt vor und bei vielen Formen der Luftnot bestehen komplexe Wechselwirkungen zwischen Herz und Lunge. Im Sinne eines systemmedizinischen Ansatzes arbeiten die Zentren auch zunehmend kooperativ.

Die Innere Medizin bildet eine Klammer für die Forschungsschwerpunkte der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Die Jahrestagung der DGIM, mit rund 10.000 Teilnehmern die größte deutsche Ärztetagung, bietet Ärzten und forschenden Medizinern ideale Möglichkeiten sich interdisziplinär zu vernetzen und sich über die aktuellen Forschungsansätze und -ergebnisse der DZGs zu informieren.

Standplatz während der DGIM: Nr.101

Das sind die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung:

Deutsches Konsortium für Translationale Krebsforschung dkfz (DKTK)
http://www.dkfz.de/de/dktk/
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e.V. (DZD)
https://www.dzd-ev.de/
Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. (DZHK)
http://dzhk.de
Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)
http://www.dzif.de/
Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)
http://www.dzl.de/index.php/de/
Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) (nicht auf der DGIM)
http://www.dzne.de/home.html

Kontakt:
Christine Vollgraf, Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), christine.vollgraf@dzhk.de, Tel.: 030 3465 52902

Christine Vollgraf | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie