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Deutsche Bundesstiftung Umwelt hilft Wirtschaft bei Vernetzung für "Seltene Erden"

10.01.2012
Die deutsche Wirtschaft ist dringend auf seltene Erden und Metalle angewiesen.
Doch die Entwicklungen auf dem Weltmarkt haben in den letzten Monaten gezeigt, welche Risiken solche Abhängigkeiten bergen können. Ein nun von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 100.000 Euro gefördertes Projekt soll helfen, den ressourceneffizienten Umgang mit seltenen Metallen in der deutschen Wirtschaft zu verbessern.

Der besondere Projektansatz wird „Open Innovation“ genannt:
Unternehmen, die Platingruppen-Metalle und seltene Erden benötigen oder weitergehendes Interesse an Ressourcenmanagement haben, vernetzen sich dabei branchenübergreifend. So sollen gemeinsame und umweltorientierte Ideen für innovative Geschäftsmodelle erarbeitet werden.
Am 30. Januar 2012 findet dafür ein Vernetzungstreffen in Augsburg statt, bei dem über Trends und Kooperationsmöglichkeiten diskutiert wird. Dazu sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen.

Ein ausführliches Hintergrundpapier sowie Informationen zur Anmeldung finden Sie weiter unten.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
- Sekretariat Pressereferat -
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Tel.: 0541/9633521
Fax: 0541/9633198
E-Mail: grabara-a@dbu.de
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Hintergrundpapier zum Projekt AZ 29327: Seltene Metalle – Ressourcenschonung durch Innovationen in Wertschöpfungsnetzwerken
Zusammenfassung:
Die deutsche Wirtschaft ist dringend auf seltene Erden und Metalle angewiesen. Doch die Entwicklungen auf dem Weltmarkt haben in den letzten Monaten gezeigt, wie gefährlich so eine Abhängigkeit werden kann. Ein nun von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 100.000 Euro gefördertes Projekt soll helfen, den ressourceneffizienten Umgang mit seltenen Metallen in der deutschen Wirtschaft zu verbessern. Der besondere Projektansatz wird „Open Innovation“ genannt: Unternehmen, die Platingruppen-Metalle und seltene Erden benötigen oder weitergehendes Interesse an Ressourcenmanagement haben, vernetzen sich dabei branchenübergreifend. So sollen gemeinsame und umweltorientierte Ideen für innovative Geschäftsmodelle erarbeitet werden. Das Vorhaben wird von dem Innovationsmanager Dr. Friedhelm Böttcher (Kelkheim/Hessen) in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ressourcenstrategie des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, Prof. Dr. Reller, durchgeführt. Am 30. Januar 2012 findet dafür ein Vernetzungstreffen in Augsburg statt, bei dem über Trends und Kooperationsmöglichkeiten diskutiert wird. Dazu sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen. Informationen zur Anmeldung finden Sie am Ende dieses Manuskripts.
Ausgangsproblem und Projektziele
Die sichere Versorgung mit metallischen Rohstoffen ist von zentraler Bedeutung für die moderne Industriegesellschaft. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass ihre Verfügbarkeit zunehmend mit hohen Unsicherheiten verbunden ist. Besonders ressourcenarmen Industrieländern wie Deutschland bereitet das große Probleme. Für viele Branchen besteht dringender Handlungsbedarf, um ihre Produktion auch zukünftig auf umweltgerechte Art und Weise sicherzustellen. Das funktioniert nur, wenn die Effizienz der Material- und Energienutzung im gesamten Produktionszyklus erhöht wird. Gerade in der chemischen und metallverarbeitenden Industrie in Deutschland werden große Materialeinsparpotenziale gesehen. Eine aktuelle Studie des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie schätzt das Einsparpotenzial der chemischen Industrie auf umgerechnet 1,8 bis 2,4 Milliarden Euro pro Jahr und das der Metallindustrie auf 800 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

In dem nun von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 100.000 Euro geförderten Projekt sollen Unternehmen, die Platingruppen-Metalle und seltene Erden benötigen, vernetzt werden. Der besondere Projektansatz wird „Open Innovation“ genannt: Branchenübergreifend sollen gemeinsame innovative und umweltorientierte Handlungsempfehlungen sowie Ideen für neue Geschäftsmodelle erarbeitet werden.

Das gezielte Gestalten von Wertschöpfungsnetzwerken ermöglicht einen verbesserten Zugang zu knappen Ressourcen und auch größere Effizienz bei deren Einsatz.

Platingruppen-Metalle (Platin, Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium und Ruthenium) und Edelmetalle haben eine essentielle Bedeutung für viele industrielle Prozesse und Konsumgüteranwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Autoabgaskatalysatoren und Elektronikgeräte. Auch für das Herstellen von Chemikalien, Dünger und Medizinprodukten sowie für das Veredeln von Schmuck werden diese benötigt.

Nach Abschluss des zweijährigen Projektes soll ein breites Spektrum an Handlungsempfehlungen und innovativen Geschäftsmodellen für das nachhaltige Gewinnen und den Umgang mit strategisch bedeutenden High-Tech-Metallen vorliegen. Denkbar sind bi- und trilaterale Projekte, aber auch Konzepte, die von nur einem Unternehmen durchgeführt werden.

Am 30. Januar 2012 treffen sich Unternehmen aus den Branchen Rohstoffgewinnung und -aufbereitung, Recycling sowie direkte Rohstoffverwender zu einem Expertenworkshop in Augsburg. Dort wird über die Zukunftstrends und potenzielle Kooperationsmodelle beraten. Pressevertreter sind herzlich eingeladen, an diesem Termin teilzunehmen.

Für Anmeldungen und weiterführende Informationen nehmen Sie bitte direkt mit Dr. Friedhelm Böttcher Kontakt auf: Telefon 06195 / 911641, Telefax 06195/911642 oder per Email unter info@boettcher-consulting.de

Anneliese Grabara | Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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