Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DAC: Kühlung und Herzkatheter erhalten Reanimierte am Leben

10.05.2011
58. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und
Intensivmedizin (DGAI)/Deutscher Anästhesiecongress (DAC)
14. bis 17. Mai 2011, Congress Center Hamburg
Deutsches Reanimationsregister bringt neue Erkenntnisse:
Kühlung und Herzkatheter erhalten Reanimierte am Leben
Hamburg – Nach einer Wiederbelebung können Ärzte mehr Betroffene am Leben halten, wenn sie deren Körper kühlen und eine Herzkathetertherapie durchführen.

Noch besser wäre die Überlebenschance, würden Laien häufiger vor Ort mit der Reanimation beginnen. Doch die sogenannte Laienreanimationsquote ist hierzulande niedrig. Auch die Kühltherapie wird nicht flächendeckend umgesetzt. Zu diesen Ergebnissen kommt das Deutsche Reanimationsregister der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). Wie Ärzte und Bürger im Notfall richtig handeln, diskutieren Experten auf einer Vorab-Pressekonferenz am 12. Mai 2011 im Radisson Blu anlässlich des Deutschen Anästhesiecongress DAC 2011 in Hamburg.

Die Hälfte aller Notarzteinsätze in Deutschland führen Anästhesisten durch. Deshalb rief die DGAI im Jahr 2007 das Reanimationsregister ins Leben. Seither nutzen Notfallmediziner aus ganz Deutschland diesen Weg, die Ergebnisse ihrer Arbeit zentral zu erfassen und sich mit anderen Notärzten und Rettungsdiensten zu vergleichen. Mehr als 15 000 Datensätze wurden bereits gesammelt. Für den Leiter des Reanimationsregisters Dr. med. Jan-Thorsten Gräsner liefert es wichtige Aufschlüsse über die Versorgungsqualität. Neue Auswertungen zeigen jetzt die Vorteile der Kühl- und Herzkathetertherapie. Denn wenn Ärzte den Körper von Wiederbelebten auf 33 bis 34 Grad Celsius abkühlen, steigen die Überlebenschancen nach einer Wiederbelebung.

Welche genauen Ergebnisse die neue Studie des Reanimationsregisters bringt, berichtet Gräsner auf der Vorab-Pressekonferenz am 12. Mai 2011 zum DAC 2011. Experten der DGAI und des BDA werden hier auch thematisieren, wie viele Laien in Deutschland – verglichen mit anderen europäischen Ländern – vor Ort eine Reanimation beginnen und wie die Bevölkerung in Sachen Wiederbelebung besser ausgebildet werden könnte. Der Kongress findet in diesem Jahr in Hamburg statt. Er wird von der DGAI gemeinsam mit dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) veranstaltet.

Literatur:
Gräsner JT et al. Postresuscitation care with mild therapeutic hypothermia and coronary intervention after out-of-hospital cardiopulmonary resuscitation: A prospective registry analysis. Crit Care. 2011;15:R61

http://ccforum.com/content/15/1/R61

Im Internet:
Reanimationsregister
http://www.reanimationsregister.de/
Terminhinweise:
Vorab-Pressekonferenz anlässlich des DAC 2011
Termin: Donnerstag, 12. Mai 2011, 11.00 bis 12.00 Uhr
Ort: Raum Shanghai, Hotel Radisson Blu
Anschrift: Marseiller Straße 2, 20355 Hamburg
Hauptsitzung Kardiopulmonale und zerebrale Reanimation – Die neuen Leitlinien 2010
Termin: 16. Mai 2011, 13.00 bis 14.30 Uhr
Ort: Saal G2, Congress Center Hamburg
Katastrophen – Wie weit sind WIR wirklich gerüstet? – Organisatorische Konzepte im Katastrophenfall
Termin: 17. Mai 2011, 12.00 bis 14.00 Uhr
Ort: Raum 6, Congress Center Hamburg
Kontakt für Journalisten:
Kathrin Gießelmann/Corinna Spirgat
Pressestelle DGAI/BDA
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-981
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: giesselmann@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.bda.de
http://www.dgai.de
http://www.dac2011.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie