Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CALOR 2014: Kalorimetrie im Fokus einer internationalen Physiker‐Tagung in Gießen

04.04.2014

16th International Conference on Calorimetry in High Energy Physics – II. Physikalisches Institut der Justus‐Liebig‐Universität Gießen richtet vom 6. bis 11. April 2014 internationale Tagung für Detektorentwicklung aus – Pressegespräch am 7. April 2014

Seit vielen Jahren ist die Entwicklung und Anwendung von Elektromagnetischen Kalorimetern – wie etwa TAPS bzw. das EMC – für den zukünftigen PANDA‐Detektor bei FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) fester Bestandteil der Forschungsarbeiten am II. Physikalischen Institut der Justus‐Liebig‐Universität Gießen (JLU).

Wichtige Beiträge konnten die Gießener Experimentalphysiker vor allem in den vergangenen Jahren für das PANDA‐Experiment an der internationalen Beschleuniger‐Anlage FAIR beisteuern, zum Beispiel für die Verbesserung von PbWO4‐Kristallen, die es zu dem momentan für die Hochenergie‐Physik attraktivsten Detektormaterial gemacht haben.

Aufgrund ihrer international anerkannten Expertise sind die Gießener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Jahr Ausrichter der 16. Internationalen Tagung für Hochenergiephysik CALOR 2014 (16th International Conference on Calorimetry in High Energy Physics). Es werden etwa 120 Gäste aus etwa 15 bis 20 Ländern an der JLU erwartet.

Die Tagung CALOR 2014 beginnt am Sonntag, 6. April 2014, nachmittags mit einem Tutorium für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für Studierende. Die eigentliche wissenschaftliche Tagung mit zahlreichen Vorträgen findet vom Montag, 7. April, bis Freitag, 11. April 2014, im Hörsaalgebäude Physik im Heinrich‐Buff‐Ring, statt.


Gastgeber Dr. Rainer Novotny, Leiter des Detektor‐Labors (II. Physikalisches Institut der JLU), lädt aus diesem Anlass ein zu einem

Pressegespräch
am Montag, 7. April 2014, um 12.15 Uhr
im Physik‐Gebäude, Heinrich‐Buff‐Ring 16, Raum 132 (I. Stock)
35392 Gießen

Dr. Rainer W. Novotny ist seit Jahren im Rahmen der TAPS‐ und PANDA‐Projekte intensiv auf dem Gebiet der Kalorimetrie tätig. Auf Grund langjähriger internationaler Zusammenarbeit wurde er bei der im Mai 2012 in Santa Fe, New Mexico (USA), stattgefundenen Tagung CALOR 2012 gebeten, Gastgeber für die nächste Tagung in Gießen zu sein. Damit findet diese internationale Tagung 2014 erstmals in Deutschland statt. Es handelt sich um die größte Tagungsserie über das Forschungs‐und Anwendungsgebiet der Detektorentwicklung, nicht nur die klassischen Anwendungen in der Hochenergiephysik abdeckt, sondern in breitem Rahmen Mittelenergiephysik, Astrophysik und vor allem Parallelen zur Tomographie in der Medizin einschließt.

Die Elektromagnetischen Kalorimeter der beiden LHC Detektoren CMS und ATLAS waren die zentralen Komponenten zum erfolgreichen Nachweis des Higgs‐Teilchens. Insbesondere völlig neue Konzepte zur Verbesserung Hadronischer Kalorimeter, rein digitale Auslese und der Einsatz neuer Detektormaterialien für zukünftige Beschleunigeranlagen wie den Super LHC oder Linear Collider geben der Tagung eine Vielzahl neuer Impulse. Viele laufende Entwicklungsprojekte für FAIR, wie etwa das EMC für PANDA, die Kalorimeter‐Projekte für NUSTAR und CBM, haben einen sehr engen Bezug zu den Themenschwerpunkten der Tagung, was die Zusage zur Austragung der Tagung in Gießen zusätzlich unterstützt hat.

Termin
CALOR 2014, 6. bis 11. April 2014
Offizieller Konferenzbeginn, Montag, 7. April 2014, 8.45 Uhr
Hörsaalgebäude Physik, Heinrich‐Buff‐Ring 14, 35392 Gießen
Pressegespräch, Montag, 7. April 2014, 12.15 Uhr,
Heinrich‐Buff‐Ring 16, Raum 132,

Kontakt
AkDir. Dr. Rainer W. Novotny
Leiter des Detektor‐Labors
II. Physikalisches Institut
Heinrich‐Buff‐Ring 16
35392 Gießen
Telefon: 0641 99 33277, mobil: 0151 52 71 60 37
Fax: 0641 99 33209

 
Die 1607 gegründete Justus‐Liebig‐Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die mehr als 26.500 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts‐ und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts‐ und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach‐ und Kulturwissen¬schaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human‐ und Veterinärmedizin, Agrar‐, Umwelt‐ und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio‐Pulmonary System – ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture – GCSC).

Weitere Informationen:

http://calor2014.de

Charlotte Brückner-Ihl | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie