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Bundesweites Treffen von Algenexperten in Köthen

27.05.2014

Bundesweites Treffen von Algenexperten in Köthen: Neue Methoden in Biotechnologie und Ingenieurwesen erschließen Potenziale der Mikroalgen

Am 3. und 4. Juni versammeln sich über 100 Algenexperten aus ganz Deutschland in Köthen. Beim 7. Bundesalgenstammtisch geht es um die neuesten Erkenntnisse bei der Kultivierung und Nutzung von Mikroalgen.

Dabei steht vor allem die Kombination von biotechnologischen und ingenieurwissenschaftlichen Methoden auf der Agenda. Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik können sich über aktuelle Trends informieren.

Mikroalgen gelten seit einiger Zeit als Hoffnungsträger für die nachhaltige Produktion von Wirkstoffen und Flüssigkraftstoffen. Sie nutzen CO2, Wasser und Sonnenlicht, um eine große Bandbreite von wertvollen Substanzen zu produzieren.

Gegenüber Landpflanzen benötigen sie keine fruchtbaren Böden und lassen sich deutlich leichter verarbeiten. Schon heute kommen sie in der Produktion von pharmazeutischen und kosmetischen Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen oder als mögliche Quelle für Flugzeugtreibstoff zum Einsatz.

Doch bisher haben sie erst wenige Nischen erobert. Das soll sich dank modernder Methoden aus Biotechnologie und Ingenieurwissenschaft ändern: Verschiedene Algen können gezielt darauf untersucht werden, welche Stoffe sie produzieren und welche Wirkung diese haben.

Dann können geeignete Algen ausgewählt und verbessert werden. Gleichzeitig arbeiten Ingenieure daran, die Reaktoren, in denen die Algen wachsen, so zu konstruieren, dass beispielsweise möglichst viel einfallendes Sonnenlicht genutzt werden kann. 

Der jährlich stattfindende Bundesalgenstammtisch ist diesmal zu Gast am Kompetenzzentrum für Biosolartechnologie der Hochschule Anhalt und der GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH, das zur Entwicklung marktfähiger Produkte der Mikroalgenbiotechnologie gegründet wurde.

Das dortige Technikum betreibt unter anderem eine modulare Photobioreaktorplattform, in der neue Verfahren systematisch untersucht und entwickelt werden können.

Dr. Kathrin Rübberdt | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/

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