Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blutbahnen als lebensrettende Wege zum Gehirn

28.04.2010
Neuroradiologen am UKJ tagen am 30. April zu modernen minimal-invasiven Therapieverfahren

Komplizierte Gehirngefäßerkrankungen sind für die moderne Medizin eine Herausforderung, die nur durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Experten gemeistert werden kann. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Neuroradiologen zu, deren Fachgebiet sowohl an der Diagnose als auch der minimal-invasiven Therapie beteiligt ist. Damit gehören die Hirn- und Rückenmark-Experten zu den besonderen Spezialisten in der Medizin, deren Fachgebiet nur an wenigen, meist universitären Zentren angesiedelt ist.

Mit der Einrichtung einer Sektion für Neuroradiologie im Institut für Interventionelle und Diagnostische Radiologie vor zwei Jahren gehört das Universitätsklinikum Jena (UKJ) zu diesen Zentren. Das Team um Prof. Dr. Thomas E. Mayer deckt heute das gesamte Spektrum der neuroradiologischen Diagnostik und der endovaskulären Eingriffe ab.

„In unserem Schwerpunkt, der Untersuchung und Behandlung der Erkrankungen des zentralen Nervensystems, haben wir eine Vielzahl neuer und moderner Verfahren entwickeln und etablieren können, die in dieser Form nur in wenigen Kliniken möglich sind“, erklärt Professor Mayer, Leiter der Sektion Neuroradiologie. „Diese oft lebensrettenden Verfahren möchten wir gern unseren Kollegen vorstellen und mit ihnen diskutieren“, so Mayer.

Dazu laden die UKJ-Neuroradiologen am 30. April zum 2. Jenaer Neuroradiologischen Symposium am Uniklinikum Jena ein. Zu der eintägigen Veranstaltung, in deren Fokus vor allem Hirnnerven und der Hirnstamm stehen werden, erwarten die Jenaer Mediziner etwa 200 Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Gemeinsam mit Ärzten der Neurologie, Neurochirurgie, Kardiologie und Anästhesie betreuen Neuroradiologen Patienten mit komplizierten Gefäßerkrankungen, unter anderem schwierige Schlaganfälle. Dabei werden vor allem die natürlichen Blutbahnen als Zugänge genutzt, indem hierüber Medikamente oder Mikrokatheter direkt zu den verletzten oder entzündeten Bereichen beispielsweise im Gehirn gelangen können. „Insbesondere für solche Eingriffe haben wir mit der Inbetriebnahme und Mitnutzung des Hybrid-Operationssaals am Herzzentrum des UKJ jetzt beste Bedingungen geschaffen“, sagt Prof. Dr. Thomas E. Mayer. „Hier können wir die schnellstmögliche Therapie bei gefährlichen Blutungen oder Durchblutungsstörungen ermöglichen.“

Neben Schlaganfällen gehören auch die Therapie von Aneurysmen oder Angiomen auf dem Weg über die Blutadern bis hin zu Wirbelsäuleneingriffen und Schmerzbehandlungen zu den Aufgaben der Neuroradiologen.

30. April 2010, Beginn: 9.00 Uhr
2. Jenaer Neuroradiologie-Symposium,
Hörsaal 2, Universitätsklinikum Jena-Lobeda
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas E. Mayer,
Leiter der Sektion Neuroradiologie, Institut für Interventionelle und Diagnostische Radiologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641 / 9 32 47 61
E-Mail: neuroradiologie[at]med.uni-jena.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie