Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Über biologische Grenzen hinweg

06.02.2014
16. bis 21. Februar: Internationale Konferenz „Biological Barriers“ in Saarbrücken

Wie gelangen Medikamente im Körper an ihr Ziel? Wie kann Nanotechnologie den Transport von Wirkstoffen über biologische Barrieren hinweg ermöglichen? Und welche Methoden nutzen Wissenschaftler, um solche Vorgänge zu untersuchen?

Diese und weitere Themen stehen im Mittelpunkt der Konferenz „Biological Barriers“ vom 16. bis 21. Februar 2014.

Veranstalter der Tagung sind die Universität des Saarlandes und das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), eine Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig.

Ohne biologische Barrieren würde es Leben, wie wir es kennen, nicht geben. Gleichzeitig können sie ein Grund sein, warum lebenswichtige Medikamente nicht an ihren Bestimmungsort gelangen. Biologische Barrieren – Zell- oder Schleimschichten – kontrollieren das Zusammenspiel zwischen Körperinnerem und -äußerem. Beispiele hierfür sind die Haut sowie die Schleimhäute der Lunge und des Darmes, aber auch der Schleim selbst.
Insbesondere bei der Bekämpfung von Infektionserkrankungen kommen Biofilme und bakterielle Zellwände als weitere Barrieren dazu. Die von der Natur vorgesehene Funktion, bestimmte, möglicherweise schädliche Stoffe aus Organen fernzuhalten, wird dann zum Problem, wenn für den Therapieerfolg benötigte Wirkstoffe am Überschreiten der Barrieren gehindert werden.

Vom 16. bis 21. Februar kommen in Saarbrücken etwa 200 Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um sich über die neuesten Forschungserkenntnisse auf diesem Gebiet auszutauschen. Erwartet werden 35 internationale Referenten von renommierten Einrichtungen wie dem schwedischen Karolinska-Institut, der Harvard University oder dem Massachusetts Institute of Technology, aber auch aus Australien und China. Der europäische Ableger des „Center for Alternatives to Animal Testing“ (CAAT-Europe) ist in diesem Jahr offizieller Partner der Veranstaltung. CAAT unterstützt die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen – ein Thema, dem sich Wissenschaftler im Rahmen der Entwicklung von In-vitro-Modellen widmen, mit denen sie biologische Barrieren simulieren.

„Die Saarbrücker Konferenz hat sich zu einer festen Größe in der internationalen Forschung an biologischen Barrieren entwickelt“, sagt Prof. Claus-Michael Lehr, einer der Organisatoren und Abteilungsleiter am HIPS. Die Veranstaltung wurde von der Universität des Saarlandes ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre statt – mittlerweile zum zehnten Mal. Seit 2012 beteiligt sich das HIPS an der Organisation. Lehr: „Das Programm bietet viele Möglichkeiten, sich mit Forscherkollegen auszutauschen und internationale Kontakte aufzubauen.“

Die beiden letzten Konferenztage bieten den Teilnehmern darüber hinaus die Möglichkeit, in Laborkursen theoretisches und praktisches Wissen über aktuelle Methoden der Hautforschung und der Nanomedizin zu erlangen. Ein detailliertes Programm sowie ein Anmeldeformular sind im Internet verfügbar: www.uni-saarland.de/biobarriers2014

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern.
www.helmholtz-hzi.de

Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
Das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) ist eine Außenstelle des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde im Jahr 2009 vom HZI und der Universität des Saarlandes gegründet. Die Forscher suchen hier insbesondere nach neuen Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten, optimieren diese für die Anwendung am Menschen und erforschen, wie sie am besten durch den Körper zum Wirkort transportiert werden können.

Die Universität des Saarlandes
Die Saar-Universität ist international bekannt durch die Informatikforschung und die Nano- und Lebenswissenschaften. Allein in den Lebenswissenschaften, vor allem der Medizin, Pharmazie und Biologie sowie den Naturwissenschaften, forschen über 600 Wissenschaftler auf dem Uni-Campus in Saarbrücken. Die engen Beziehungen zu Frankreich und der Europa-Schwerpunkt sind weitere Markenzeichen.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstraße 7
D-38124 Braunschweig
Tel 0531 6181-1401
Fax 0531 6181-1499

Besuchen Sie uns im Social Web:
Facebook: http://www.facebook.com/helmholtz.hzi
Twitter: http://twitter.com/helmholtz_hzi

| Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.helmholtz-hzi.de
http://www.uni-saarland.de/biobarriers2014

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte
23.11.2017 | Universität Witten/Herdecke

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung