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Bioaerosole und ihre Bedeutung für die Gesundheit

13.10.2009
Bioaerosole stehen im Mittelpunkt des Rundgesprächs der Kommission für Ökologie am Dienstag, 27. Oktober 2009, in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Der Begriff "Aerosol", also die stabile Mischung fester und flüssiger Partikel in einem Gas, umfasst eine Vielzahl von Substanzen in einem Größenbereich von einem Nanometer bis mehreren Mikrometern.

Den Hauptanteil stellen dabei nicht die anthropogen erzeugten Teilchen, sondern solche natürlichen Ursprungs, allen voran Meersalz, Bodenstaub und biologische Partikel. Zu Letzteren zählt neben Viren, Bakterien, Pollen und Sporen eine Unzahl von fein zerriebenen Partikeln pflanzlichen und tierischen Ursprungs.

Die Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften befasst sich im Rahmen ihrer "Rundgespräche" mit der Bedeutung von Bioaerosolen für die menschliche Gesundheit. Im ersten Teil des Rundgesprächs stehen die Exposition und der Zusammenhang zwischen Bioaerosolen und Klimawandel im Mittelpunkt. Der zweite Teil behandelt die Effekte auf die Atemwege, der dritte die Allergieentstehung und -entwicklung. Die Wirkung von Bioaerosolen auf den Menschen kann dabei protektiver Natur sein - Allergien werden verhindert - oder advers - Atemwegserkrankungen werden verursacht. Referenten der Immunologie, Allergologie, Toxikologie, Epidemiologie und der klinischen Medizin arbeiten diese komplizierte und durchaus widersprüchliche Datenlage auf und versuchen, die Widersprüche in der Datenlage aufzulösen. Auch praktische Aspekte werden angesprochen: Wie weit sind wir von einer Allergie-Impfung mit biologischen Agentien aus Bioaerosolen entfernt?

Die Fachtagung findet am Dienstag, 27. Oktober 2009, von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr im Sitzungssaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, in der Münchner Residenz statt.

Vertreter der Medien sind herzlich zu der Fachtagung eingeladen. Da die Teilnehmerzahl aus räumlichen Gründen begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich (per E-Mail an post@oekologie.badw.de oder per Fax an 089 23031-1281).

Dr. Ellen Latzin | idw
Weitere Informationen:
http://www.oekologie.badw.de

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