Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Besserer Schutz für Europas Naturschutzgebiete – Was kann die Europäische Union tun?

14.02.2013
Klimawandel, intensive Landwirtschaft und wachsende Städte – die Naturschutzgebiete in Europa und mit ihnen die biologische Vielfalt geraten zunehmend in Bedrängnis. Das Projekt HABIT-CHANGE, das vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) geleitet wird, sucht nach praxistauglichen Empfehlungen für das Management von natürlichen Lebensräumen. Am 5. März stellt es Ergebnisse in Brüssel vor.

Neben den vom Menschen gemachten Veränderungen stellt vor allem der Klimawandel die europäischen Schutzgebiete wie Nationalparks und Biosphärenreservate vor immer neue Herausforderungen. „Die Management- und Schutzstrategien müssen entsprechend angepasst werden – doch hier fehlen bisher Erfahrungswerte und Handlungsempfehlungen. HABIT-CHANGE möchte diese Lücke schließen“, erklärt Projektleiter Marco Neubert.

Seit 2010 wird deshalb über Ländergrenzen hinweg geforscht, werden Instrumente erarbeitet, zum Beispiel ein Monitoringsystem, das Veränderungen in den Habitaten aufzeigt, oder Managementpläne, die klimatische Veränderungen berücksichtigen. Insgesamt sind 17 Partner aus Mittel- und Osteuropa beteiligt – Schutzgebietsverwaltungen ebenso wie Naturschutzbehörden und Forschungseinrichtungen. „Als besonders wichtig hat sich der Erfahrungsaustausch der Partner erwiesen“, berichtet Marco Neubert. „Die unterschiedlichen Perspektiven führen immer wieder zu neuen Lösungen für die einzelnen Schutzgebiete.“

Beim Schutz der Habitate und der biologischen Vielfalt sind die Akteure vor Ort aber auch auf Unterstützung der politischen Ebenen angewiesen. Deshalb stellt HABIT-CHANGE seine Ergebnisse und Empfehlungen für die EU-Ebene am 5. März, ab 17 Uhr in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union in Brüssel vor.

„Wir möchten zum einen aufzeigen, welche Instrumente und Rahmenbedingungen schon gut funktionieren und deshalb ausgeweitet werden sollten“, so Projektkoordinator Sven Rannow. „Wir werden aber auch deutlich machen, welche Dokumente, Finanzierungsinstrumente oder Schulungsprogramme noch fehlen, welche Wissenslücken durch weitere Forschung noch geschlossen werden müssen.“

Beim Termin in Brüssel werden die Projektpartner von prominenter Stelle unterstützt. Als Hauptredner des Abends wird der EU-Kommissar für Umwelt, Janez Potoènik, erwartet. Außerdem kommen Projektpartner aus Praxis und Wissenschaft zu Wort.

Ansprechpartner im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung:
Dr. Marco Neubert Tel.: 0351/46 79-274, E-Mail: M.Neubert[im]ioer.de
Dr. Sven Rannow Tel.: 0351/46 79-274, E-Mail: S.Rannow[im]ioer.de

Heike Hensel | idw
Weitere Informationen:
http://www.habit-change.eu/
http://www.ioer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht „Zukunftsforum Assekuranz“ 2016 am 21. und 22. Juni 2016 in Köln
24.05.2016 | BusinessForum21

nachricht Chemische Biologie im Fokus
24.05.2016 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit atomarer Präzision: Technologien für die übernächste Chipgeneration

Im Projekt »Beyond EUV« entwickeln die Fraunhofer-Institute für Lasertechnik ILT in Aachen und für angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena wesentliche Technologien zur Fertigung einer neuen Generation von Mikrochips mit EUV-Strahlung bei 6,7 nm. Die Strukturen sind dann kaum noch dicker als einzelne Atome und ermöglichen besonders hoch integrierte Schaltkreise zum Beispiel für Wearables oder gedankengesteuerte Prothesen.

Gordon Moore formulierte 1965 das später nach ihm benannte Gesetz, wonach sich alle ein bis zwei Jahre die Komplexität integrierter Schaltungen verdoppelt. Er...

Im Focus: Ein negatives Enzym liefert positive Resultate

In den letzten zwanzig Jahren hat die Chemie viele wichtige Instrumente und Verfahren für die Biologie hervorgebracht. Heute können wir Proteine herstellen, die in der Natur bisher nicht vorkommen. Es lassen sich Bilder von Ausschnitten lebender Zellen aufnehmen und sogar einzelne Zellen in lebendigen Tieren beobachten. Diese Woche haben zwei Forschungsgruppen der Universitäten Basel und Genf, die beide dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Molecular Systems Engineering angehören, im Forschungsmagazin «ACS Central Science» präsentiert, wie man ein nicht-natürliches Protein designt, das völlig neue Fähigkeiten aufweist.

Proteine sind die Arbeitspferde jeder Zelle. Sie bestehen aus Aminosäurebausteinen, die als Kette verbunden sind, welche sich zu funktionalen Maschinen...

Im Focus: Atomic precision: technologies for the next-but-one generation of microchips

In the Beyond EUV project, the Fraunhofer Institutes for Laser Technology ILT in Aachen and for Applied Optics and Precision Engineering IOF in Jena are developing key technologies for the manufacture of a new generation of microchips using EUV radiation at a wavelength of 6.7 nm. The resulting structures are barely thicker than single atoms, and they make it possible to produce extremely integrated circuits for such items as wearables or mind-controlled prosthetic limbs.

In 1965 Gordon Moore formulated the law that came to be named after him, which states that the complexity of integrated circuits doubles every one to two...

Im Focus: FS POSEIDON startet zur 500. Expedition

Das am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel beheimatete Forschungsschiff POSEIDON startet diese Woche zu seiner 500. Expedition. Während der Jubiläumsfahrt untersuchen und kartieren Meeresgeologen des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen den Kontinentalhang vor der südfranzösischen Hafenstadt Nizza. Ziel der Arbeiten ist es, die Gefahr von Hangrutschungen und letztendlich auch Tsunamis besser abschätzen zu können.

Am kommenden Mittwoch heißt es wieder einmal „Leinen los“ für die POSEIDON. Von Catania auf Sizilien aus nimmt das 60 Meter lange Forschungsschiff Kurs auf die...

Im Focus: Spinströme: Riesengroß und ultraschnell

Mit einer neuen Methode der TU Wien lassen sich extrem starke Spinströme herstellen. Sie sind wichtig für die Spintronik, die unsere herkömmliche Elektronik ablösen könnte.

In unseren Computerchips wird Information in Form von elektrischer Ladung übertragen. Elektronen oder andere Ladungsträger werden von einem Ort zum anderen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Chemische Biologie im Fokus

24.05.2016 | Veranstaltungen

Innovationen für Laserexperten und Anwender - Universität Stuttgart bei Stuttgarter Lasertagen 2016

24.05.2016 | Veranstaltungen

Verlorene Körperfunktion wiederherstellen

24.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ILA 2016: Keramikrotor fliegt effizienter

24.05.2016 | Messenachrichten

Mit atomarer Präzision: Technologien für die übernächste Chipgeneration

24.05.2016 | Energie und Elektrotechnik

Aus Erdgas das Maximum herausholen

24.05.2016 | Biowissenschaften Chemie