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Internationale Fachkonferenz zum Jahr des Delphins in Strahlsund

29.10.2007
Eine Intensivierung des Kleinwalschutzes ist erforderlich

Anlässlich des UN - Jahrs zum Schutz der Delphine beginnt heute im Deutschen Meeresmuseum Stralsund, die internationale Fachtagung "Year of the dolphin in Europe - Conservation of small cetaceans and marine protected areas" auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Bonn.

Ziel ist es, die Schutzbemühungen für Delphine und Kleinwale in Europa zu verstärken und hierfür geeignete Impulse und Anregungen zu geben.

Auch vor der deutschen Küste tauchen gelegentlich Delphine auf wie z.B. der Weißseitendelphin, der Große Tümmler oder der Gewöhnliche Delphin, der erst vor wenigen Wochen vor Rügen gesichtet wurde.. Besonders gilt es aber den "Kleinen Tümmler" oder Schweinswal zu schützen, der letzten Kleinwalart, die in der deutschen Nord- und Ostsee noch ihre Jungen aufzieht,

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»Nordsee »Ostsee

Die Bestände des Schweinswals sind in der zentralen Ostsee akut bedroht. Hochrechnungen kommen nur auf knapp 600 Individuen zwischen Rügen und Finnland, gegenüber ca. 230.000 Tieren in der Nordsee und ca. 23.000 in Kattegat und Beltsee.

Unbeabsichtigte Beifänge in Fischernetzen, schnell fahrende Schiffe und zunehmender Unterwasserlärm, z. B. von Militärsonaren und industriellen Bohr- und Rammarbeiten, stellen eine schleichende, aber zunehmende Bedrohung für Wale und Delphine in europäischen Gewässern dar. Deswegen beraten vom 29. Oktober bis zum 1. November über 100 Experten aus 14 Nationen über die Einrichtung von Meeresschutzgebieten und weiteren Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Kleinwale.

Dazu bedarf es in der Ostsee einer konsequenten Umsetzung des "Jastarnia-Plans" und des Ausbaus von Schutzprojekten in der Nordsee. Das internationale Abkommen zum Schutz der Kleinwale in Nord- und Ostsee ASCOBANS verabschiedete 2002 den "Jastarnia"-Rettungsplan für die Schweinswale in der Ostsee. Hier werden die Vertragsstaaten angehalten, wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Umsetzung wird durch das BfN mit einem noch bis 2007 laufenden Forschungsprojekt unterstützt. Im Projekt arbeiten die Forschungseinrichtungen des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, des Forschungs- und Technologiezentrums Büsum (FTZ) und der Universität Potsdam zusammen.

Hinweis:
Die Bundesregierung setzte sich besonders für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Im Vorfelde der UN-Naturschutzkonferenz führt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Kampagne zur biologischen Vielfalt durch, um die Öffentlichkeit auf den Wert und den Nutzen der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.naturallianz.de
http://www.bfn.de

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