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Kongress der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen an der TUHH

08.10.2007
Die Apfelernte ist vorbei, die Nacherntetechnologie hat begonnen: Was geschieht in den Lagerhallen, damit das gelagerte Obst auch in sechs Monaten noch wie frisch auf den Tisch kommt?

Die "Qualitätserfassung in der Nacherntetechnologie von Tafelobst" ist eines von insgesamt 62 Themen auf der Konferenz der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen (GDL) an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH).

Für den 11. bis 13. Oktober lädt die GDL zum ersten Mal an die TUHH ein. Etwa 250 Experten deutscher und schweizer Hochschulen - Lebensmitteltechnologen, Physiker und Chemiker, Ingenieure und Biologen - werden ihre neuesten Forschungsergebnisse austauschen.

Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. wird den Kongress eröffnen am
Donnerstag, 11. Oktober, um 9 Uhr, im Karl H. Ditze-Hörsaal, Schwarzenbergstraße 95.TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. habil Edwin Kreuzer sowie der Präsident der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen, Prof. Dr. Herbert J. Buckenhüskes, werden die Kongressteilnehmer begrüßen.

TUHH-Präsident Prof. Dr.-Ing. Edwin Kreuzer: "Die Lebensmitteltechnologie hat an der TUHH ihren festen Platz. Im Institut für Thermische Verfahrenstechnik werden innovative Verfahren zur schonenden Speiseöl-Gewinnung entwickelt - zum Beispiel zur Steigerung des wertvollen Polyphenolgehaltes im Rapsöl - aber auch die Optimierung des Röstvorgangs in der Kaffeeproduktion zur Verbesserung des Aromas ist in an der TUHH ein Forschungsthema. Beide Beispiele machen das Forschungsfeld der Lebensmitteltechnologen deutlich: Lebensmittel müssen individuellen Verbrauchererwartungen aber auch speziellen Ernährungsbedürfnissen gerecht werden."

GDL-Präsident Herbert J. Buckenhüskens: "Die moderne Lebensmitteltechnologie geht heute weit über die Haltbarmachung von Lebensmitteln hinaus. Der Verbraucher wünscht gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel: Sie sollen gut schmecken und außerdem leicht zuzubereiten sein. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Aufgaben der Lebensmitteltechnologen und damit auch die Themen des Kongresses."

Zum Auftakt des Kongresses spricht Prof. Dr.-Ing. Rudolf Eggers vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik an der TUHH. Er wird im Rahmen der Eröffnungsvorträge sein innovatives Verfahren zur schonenden Gewinnung von Speiseöl, besonders Rapsöl, vorstellen: "Es geht darum, unter Vermeidung von Lösungsmitteln Speiseöle effektiv und gleichzeitig mit hohen Gehalten an gesundheitlich wertvollen Begleitsubstanzen zu gewinnen."

Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Austausches stehen aktuelle Fragen der Lebensmitteltechnologie. Die Themenpalette reicht von der aromareichen Herstellung gerösteten Kaffees über innovative Verfahren zur Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie eine gesundheitsorientierte Zubereitung von Fetten und Ölen bis hin zu ethischen Aspekten in der Lebensmitteltechnologie. Fragen zur Milch- und Backwarentechnologie stehen ebenso auf dem Programm wie Ingredienzien, beispielsweise Aromaextrakte, Pektine oder Sonnenblumen- Proteinepräparate. Breiten Raum nehmen auch die so genannten funktionellen Lebensmittel ein.

Hintergrund:
Die Lebensmitteltechnologie ist in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen angesiedelt, und bildet den gesamten Prozess von der Ernte bis zum fertigen Produkt ab. Ihre Erkenntnisse auf physikalischen, chemischen, biologischen, technischen und nicht zuletzt ökonomischen sowie ökologischen und sozialen Gebieten prägen und bestimmen zunehmend die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln zu Lebensmitteln, genauer den Bearbeitungs- und Verarbeitungsprozess: Das reicht von mechanischen Vorgängen, wie dem Zerkleinern, Pressen und Mischen, über thermische Verfahren, wie dem Erhitzen und Kühlen, bis hin zu biologischen und chemischen Prozessen, wie der Gärung oder dem Einsatz von Bakterien und Enzymen.

Jutta Katharina Werner | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdl-ev.de

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