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Thoraxchirurgie 2007: Neue Operationstechniken schonen Lungengewebe

25.09.2007
Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT), der schweizerischen Gesellschaft für Thoraxchirurgie und der österreichischen Gesellschaft für Thorax- und Cardiovasculäre Chirurgie,
vom 4. bis 6. Oktober 2007 in Konstanz
Operationen bei Lungenkrebs:
Neue Operationstechniken schonen Lungengewebe
Eine Operation ist bei Lungenkrebs noch immer die einzige Chance auf eine Heilung. Die Eingriffe werden dabei immer schonender für die Lunge. "Durch neuartige Operationsverfahren mittels Lasertechnik können noch mehr Patienten davon profitieren", erklärt Dr. med. Thomas Kiefer, Tagungspräsident und Ärztlicher Leiter der Thoraxchirurgie am Ortenau-Klinikum Offenburg, im Vorfeld der Dreiländertagung für Thoraxchirurgie in Konstanz.

Noch in den 1960er Jahren entfernten die Chirurgen bei Lungenkrebs grundsätzlich einen der beiden Lungenflügel komplett. Diese sogenannte Pneumonektomie, bei der immer auch große Teile gesunden Gewebes verloren gehen, wird heute, so Kiefer, wann immer möglich vermieden. Standard sei die Entfernung eines Lungenlappens, die Lobektomie.

Da der linke Lungenflügel aus zwei, der rechte sogar aus drei Lappen besteht, erhält die Lobektomie deutlich mehr Lungegewebe. Dadurch können jetzt viele Lungenkrebs-Patienten operiert werden, denen die Entfernung eines Lungenflügels nicht zuzumuten wäre. Die Chancen auf eine Heilung sind bei beiden Operationen gleich, versichert der Tagungspräsident.

Eine Variante der Lobektomie ist die Manschettenresektion. Dabei wird neben dem Lungenlappen ein Teil des Bronchus, also des Atemweges, mit entfernt. Danach werden die Schnittenden des Bronchus miteinander verbunden. Doch es geht noch schonender. Bei der Segmentresektion entfernen die Thoraxchirurgen nur einen Teil des Lungenlappens. Beide Operationsverfahren - Manschettenresektion sowie Segmentresektion - erfordern vom Operateur große Erfahrung, erläutert Kiefer: "Das gelingt nur bei einem perfekt eingespielten Team. Auch die Betreuung nach der Operation muss stimmen." Was die Langezeitergebnisse angeht, so habe sich die Manschettenresektion mittlerweile durchgesetzt, die Segmentresektion ist noch umstritten. Dr. med. Thomas Kiefer: "Die Bücher sind hier noch nicht geschlossen."

Während nicht auf Lungenkrebs spezialisierte Operateure immer auch gesundes Lungengewebe opfern, können Metastasen, also Tochtergeschwülste, vom Thoraxchirurgen gezielt entfernt werden. Sie verwenden hierzu häufig einen Laser. Mit ihm kann nicht nur die Metastase sauber herausgetrennt werden. Durch die Hitze werden gleichzeitig die Lungenblasen und die Blutgefäße versiegelt. Mit dieser Methode können mehrere Metastasen gleichzeitig entfernt werden.

TERMINHINWEIS:

Kongress-Pressekonferenz
Freitag, 5. Oktober 2007, 11.00 bis 12.00 Uhr
Blauer Salon, Steigenberger Inselhotel, Auf der Insel 1, 78462 Konstanz
AKKREDITIERUNGSFORMULAR
___Ich werde die gemeinsame Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Thoraxchirurgie im Oktober 2007 in Konstanz persönlich besuchen.

___Ich werde Kongress-Pressekonferenz am 5. Oktober in in Konstanz persönlich besuchen.

___Bitte informieren Sie mich kontinuierlich über die Themen des Kongresses ___per Post/___per E-Mail.

NAME:
MEDIUM:
ADRESSE:
TEL/FAX:
Pressekontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Gemeinsame Jahrestagung der deutschen, österreichischen und
schweizerischen Fachgesellschaften für Thoraxchirurgie
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 -163, Fax: - 566
Mail: jakobi@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.tc2007.de

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