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43. Symposium der Theoretischen Chemie

11.09.2007
Quantentheorie unterstützt Entwicklung neuer Werk- und Wirkstoffe
Zukünftig mehr Theoretiker in der Industrie tätig

Was nützt es, einen neuen Klebestoff herzustellen, der instabil gegenüber Sonnenlicht oder Sauerstoff in der Atmosphäre ist? Diese und ähnliche Fragen sind zentrale Aufgabenstellung der Chemie; sie beschäftigen sich mit der Herstellung von Werk- und Wirkstoffen, um sie für ganz bestimmte Anwendungen einsetzen zu können.

Dabei ist die Untersuchung von Materialeigenschaften Schwerpunkt der Physikalischen Chemie. Die Theoretische Chemie, die diese Eigenschaften mit Hilfe von Computern untersucht, ist eines ihrer Teilgebiete. Wissenschaftler beider Fachrichtungen treffen sich vom 16. bis 20. September 2007 zur Jahrestagung an der Universität des Saarlandes. Die Veranstaltung ist die größte im deutschsprachigen Raum. Organisatoren der Veranstaltung sind die Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie (ATC) und der Lehrstuhlinhaber für Physikalische und Theoretische Chemie, Professor Dr. Michael Springborg.

Die 1965 ins Leben gerufene Tagung war zunächst nur auf den deutschsprachigen Forschungsraum bezogen. Seit zehn Jahre genießt sie auch internationales Ansehen, die Tagungssprache ist mittlerweile Englisch. Die zwölf geladenen Referenten kommen in diesem Jahr neben Europa auch aus den USA, um über neueste Forschungsergebnisse zu berichten und sich auszutauschen.

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Zur theoretischen Berechnung von Materialeigenschaften wird vor allem die Quantentheorie verwendet. Sie erlaubt die Berechnung von Strukturen, Stabilität, chemischen Reaktionen oder Bindungsverhältnissen. Dabei sind Computerprogramme gefragt, die z.T. von den Wissenschaftlern selbst entwickelt werden.Während der letzten 10 Jahre sind die Computerprogramme so effizient und die Computer so leistungsstark geworden, dass Fragestellungen, die früher nur experimentell behandelt werden konnten, jetzt auch mit Computer studiert werden. Bedeutung hat dies vor allem für die Entwicklung neuer Materialien. Der Trend, so Professor Springborg, geht dahin, dass auch die chemische Industrie in Zukunft mehr Theoretiker einstellen wird, um experimentelle Untersuchungen zu unterstützen.

Einem der Pioniere der Theoretischen Chemie, Hans G.A. Hellmann, ist der nach ihm benannte Preis für Nachwuchswissenschaftler gewidmet. Der diesjährige Preisträger wird am Dienstagmorgen, 18. September, bekannt gegeben.

Weitere Informationen:
Professor Dr. Michael Springborg
Fachgebiet Physikalische und Theoretische Chemie
Telefon 0681 302-3856

Saar - Uni - Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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