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Topthema Hybrid in Bus und Lkw

10.07.2007
· 9. VDI-Tagung „Nutzfahrzeuge“ zieht 240 Experten an
· Transporteffizienz und Umweltverträglichkeit im Fokus
· Kritik an zu kurzer Gültigkeit von Euro-Normen

Hybrid in Bus und Lkw war ein Dauerthema auf der 9. internationalen VDI-Tagung „Nutzfahrzeuge“. Unter anderem sollen die Hybridfahrzeuge eine Verminderung des CO2-Ausstoßes im Straßengüterverkehr gewährleisten.

Die Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge war auch in vielen anderen Zusammenhängen ein Gesprächsthema der 240 Spezialisten aus der Nutzfahrzeug- und Omnibusbranche, die die Tagung am 14. und 15. Juni 2007 im Trucknology Forum der MAN Nutzfahrzeug AG in München besuchten. Des Weiteren wurde diskutiert, wie sich die Transporteffizienz der Fahrzeuge steigern lässt, ob neue Fahrerassistenzsysteme die Zahl der Verkehrsunfälle weiter senken können oder wie sich die europäischen Lkw- und Bushersteller im globalisierten Wettbewerb aufstellen. Kritisch betrachtet die Branche die kurze Gültigkeit der Euro-Normen.

Die Tagung stieß auf große Resonanz. Im Vergleich zur vorherigen Veranstaltung in 2005 verzeichnete das VDI Wissensforum einen Teilnehmerzuwachs von 45 Prozent. Die 10. VDI-Tagung Nutzfahrzeuge wird im Juni 2009 stattfinden.

Zu kontroversen Diskussionen über Umweltschutz und Entwicklungszyklen regten die beiden Plenarvorträge an. Prof. Karlheinz Schmidt, Geschäftsführer des Bundesverbands Güterverkehr Logistik und Entsorgung e.V., kritisierte, dass nach nur drei Jahren von der Abgasnorm Euro 4 auf Euro 5 gewechselt wird. Dr. Marianne Klingbeil von der Europäischen Kommission stellte die aktuelle Strategie zum Umweltschutz im Güterverkehr vor und forderte die Teilnehmer zur aktiven Mitgestaltung bei kommenden Vorschriften auf.

Neben den politischen und allgemeinen Themen wurden in den 30 Fachvorträgen ebenfalls viele aktuelle Trends und Entwicklungen vorgestellt. Beispielsweise wurden ein ultraschallbasiertes Kollisions-Schutzsystem oder eine autonome Notbremsung präsentiert. Weitere Vorträge befassten unter anderem mit dem Einsatz von Fahrsimulatoren bei der Entwicklung oder der mechanischen und elektrischen Zuverlässigkeit sowie der Reifendruckkontrolle. Am zweiten Veranstaltungstag konnten die Teilnehmer Entwicklungen und Innovationen live im Fahrzeug auf der MAN-Teststrecke erleben.

Tagungsleiter Dr. Karl Viktor Schaller, Vorstand Technik und Einkauf der MAN Nutzfahrzeuge AG, beleuchtete in seinem Abschlussvortrag die Chancen und Risiken für die europäischen Nutzfahrzeughersteller auf den globalen Märkten und ging dabei insbesondere auf die Wachstumsmärkte in Asien ein. Die hohe Besucherzahl bestätigt für Schaller die Relevanz der Veranstaltung: „Die VDI-Tagung trägt maßgeblich zur Standortbestimmung der europäischen Nutzfahrzeugindustrie im globalen Wettbewerbsumfeld bei.“

Caesar Sasse | www.vdi.de
Weitere Informationen:
http://www.vdi.de/trucks-buses

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