Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Milliarden-Markt mit Nanotechnologie

19.06.2007
Staatssekretär eröffnet größte europäische Konferenz auf dem Gebiet

Die Dimensionen sind winzig, die Chancen riesig: Nur wenige Millionstel Millimeter klein sind die Strukturen in der Nanotechnologie, viele Milliarden Euro schwer die von vielen Experten erwarteten Umsätze. "Das Marktpotenzial der Nanotechnologie ist gewaltig", sagte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, als er am Dienstag in Düsseldorf das EuroNanoForum 2007 eröffnete.

Weltweit schätzen Fachleute den Umsatz mit Produkten der Nanotechnologie im Jahr 2015 auf bis zu 1 Billion Euro. Deshalb steht die größte europäische Fachkonferenz auf diesem Gebiet in diesem Jahr auch unter dem Motto "Nanotechnologie in industriellen Anwendungen". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Europäische Kommission veranstalten die Konferenz gemeinsam im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

"Europa ist in der Nanotechnologie weltweit mit an der Spitze", sagte Rachel. "Wir müssen alles dafür tun, unsere Position zu sichern und weiter auszubauen. Deutschland ist nach den Worten Rachels in Europa führend auf dem Gebiet. "Nanotechnologie ist ein wichtiger Innovationstreiber. Sie stärkt die Wirtschaftskraft Europas und hilft, unseren künftigen Wohlstand zu sichern." Außer der wirtschaftlichen Bedeutung komme dieser Technologie eine gesellschaftliche Aufgabe zu: "Wir erwarten von den entsprechenden Forschungsarbeiten völlig neue Ansätze auf wichtigen Gebieten wie Klimaschutz und Gesundheit", sagte der Staatssekretär.

Drei Tage lang werden in Düsseldorf hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über neueste Entwicklungen aus der Nanotechnologie und über deren Umsetzung in innovative Produkte und Dienstleistungen reden. "1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 50 Nationen sind ein starker Beweis für die Bedeutung, die die Nanotechnologie heute weltweit hat", sagte Staatssekretär Rachel.

Die Bundesregierung hat im Rahmen der Hightech-Strategie die "Nano-Initiative - Aktionsplan 2010" gestartet. Bis zum Jahr 2009 fördert die Regierung Nanotechnologien mit insgesamt 640 Millionen Euro; dies ist ebenfalls in der Hightech-Strategie festgeschrieben Die Europäische Kommission hat im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm bis zum Jahr 2013 für die Nanotechnologie insgesamt 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. "Damit sind die Weichen für die Zukunft richtig gestellt", so Rachel.

"Jetzt ist die Wirtschaft gefordert, exzellente Forschungsergebnisse auch in innovative Produkte umzusetzen und damit neue und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen", sagte der Staatssekretär. Wie der dafür nötige Wissenstransfer möglichst rasch ermöglicht wird, ist nach den Worten Rachels ein zentrales Thema für die Fachkonferenz in Düsseldorf.

"Europa kann nur gemeinsam gelingen" - mit dem Motto der deutschen EU-Ratspräsidentschaft verwies Rachel außerdem auf weitere Herausforderungen: "Der globale Wettbewerb ist nicht nur ein Wettbewerb um Kosten, Infrastrukturen und Rahmenbedingungen. Es ist auch ein Wettbewerb um die weltweit besten Talente." Die Nanotechnologie in Europa müsse auch für junge Talente attraktiv werden.

Mehr Informationen zur Konferenz in Düsseldorf finden Sie im Internet unter www.euronanoforum2007.de.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2075.php
http://www.euronanoforum2007.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht „Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg
25.04.2017 | Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

nachricht Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle
25.04.2017 | Optence e.V. - Kompetenznetz Optische Technologien Hessen/Rheinland-Pfalz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen