Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demografischer Wandel - gewandelte Forschung?

14.06.2007
Versorgungsforschungs-Kongress an der Universität Witten/Herdecke untersucht die Erfordernisse einer alternden Gesellschaft

Der demografische Alterungsprozess in Deutschland ist beides: er ist erstens dramatisch und zweitens - mit nur wenigen Einflussmöglichkeiten - unabwendbar.

Nur wenige Industrienationen weisen ein ähnlich ungünstiges Verhältnis von vielen älteren Menschen zu geringer Geburtenrate auf. Diese Entwicklung stellt unsere Sozialsysteme und die medizinische Versorgung vor erhebliche Probleme. "Die Renten- und Krankenkassen beginnen gerade, diese Tendenz wahrzunehmen. Mit dem Schwerpunkt der Versorgungsforschung begegnet die Universität Witten/Herdecke offensiv den anstehenden wissenschaftlichen Herausforderungen", erklärt PD. Dr. Martin Butzlaff, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Witten/Herdecke (UWH). Zusammen mit der Clearingstelle Versorgungsforschung NRW veranstaltet die UWH die Tagung:

Alter und Demografischer Wandel - Forschen für die Versorgung,
27.6.2007, 12:30 - 19:00, Audimax der Universität Witten/Herdecke.
Sollten Pflegespezialisten Patienten in Arztpraxen direkt beraten? Welche Medikamente brauchen ältere Menschen und in welcher Dosis? Wie kann einer Mangelernährung im Alter vorgebeugt werden? Was muss sich in den Krankenhäusern ändern? Das sind nur einige Fragen, die auf der Tagung in Vorträgen und Diskussionen mit Medizinern, Pflegenden und weiteren Experten beraten werden. "Diese fächerübergreifende Perspektive ist der Vielschichtigkeit des Problems geschuldet und überaus sinnvoll", erläutert Butzlaff.

In Deutschland sind chronische Erkrankungen schon heute häufiger als akute. Dieser Trend wird sich mit der Alterung der Gesellschaft weiter fortsetzen. "Für die wissenschaftliche Forschung, sowohl in der Medizin als auch in der Pflegewissenschaft, ist der demografische Wandel eine sehr ernstzunehmende Herausforderung", bestätigt Dr. Sabine Bartholomeyczik, Lehrstuhlinhaberin im Wittener Institut für Pflegewissenschaft, zu den Fragestellungen einer vorwärtsgerichteten Versorgungsforschung. "Wir wollen gemeinsam versuchen, Antworten auf die wichtigsten Fragen zu finden."

Weitere Informationen:
Dr. Gisela Nellessen-Martens, 0221/478-97110, clearingstelle@versorgungsforschung.nrw.de

Bernd Frye | idw
Weitere Informationen:
http://www.versorgungsforschung.nrw.de

Weitere Berichte zu: Butzlaff Pflegewissenschaft Versorgungsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF
13.12.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert
13.12.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften