Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eröffnung der Chemiedozententagung 2007 - Ansehen der Chemie: Vom "Trouble Maker" zum Problemlöser

12.03.2007
In Sachsen-Anhalt, einem Land mit bedeutenden Chemiestandorten und einer florierenden Forschung in der Chemie, findet in diesem Jahr die Chemiedozententagung statt. In Halle kommen rund 500 Akademiker - vom Professor bis zum Doktoranden, aber auch Chemiker aus Unternehmen - zusammen, um sich drei Tage lang in Vorträgen junger Chemikerinnen und Chemiker ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Nachwuchsforscher zu machen.

Die Chemiedozententagung wurde am 12. März mit einer Festsitzung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) eingeleitet. GDCh-Präsident Professor Dr. Dieter Jahn konnte zu dieser Veranstaltung den Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, den Ministerialdirektor im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Wolf-Dieter Lukas, die Oberbürgermeisterin der Stadt Halle, Ingrid Häußler, und den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Professor Dr. Wulf Diepenbrock, begrüßen.

Jahn ging in seiner Begrüßungsansprache auf den hohen Stellenwert ein, den die Chemie in Sachsen-Anhalt hat, nahm sich der künftigen Herausforderungen an, der sich wissenschaftliche Gesellschaften stellen müssen, und zeigte am Beispiel des Beitrags der Chemie zur Energieversorgung der Zukunft exemplarisch das große Potenzial der Chemie als Problemlöser auf wichtigen Bedürfnisfeldern der Menschheit auf.

Jahn stellte der Fachöffentlichkeit erstmals das über 30seitige Positionspapier "Energieversorgung der Zukunft - der Beitrag der Chemie" vor. Mit diesem Papier bringt sich die chemische Wissenschaft in Deutschland in die politischen Diskussionen zum Thema Energie ein. Sie tut das auch im Rahmen von SusChem-D, dem nationalen Spiegelgremium der European Technology Platform for Sustainable Chemistry (SusChem), wo sie weitere Beiträge der Chemie zu anderen Bedürfnisfeldern wie Informations- und Kommunikationstechnologien oder Gesundheit herausarbeitet.

Die Erschließung neuer Energiequellen und die teilweise Umstellung unseres Energiesystems von fossilen Quellen auf eine neue Basis sei eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, sagte Jahn. Die Chemie nehme in wesentlichen Teilbereichen des Energiesektors Schlüsselpositionen ein, so bei der Bereitstellung von Kraftstoffen, bei der Gewinnung von Energie aus Sonnenlicht mit neuartigen organischen Solarzellen, bei der Stromspeicherung mit deutlich verbesserten Batteriesystemen oder bei Leichtbauwerkstoffen für leichtere, energieeffizientere Fahrzeuge.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Die GDCh und weitere naturwissenschaftlich-technischen Gesellschaften in Deutschland haben im vergangenen Jahr den Koordinierungskreis Chemische Energieforschung ins Leben gerufen. Unter Vorsitz von Professor Dr. Ferdi Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr, hat dieser Koordinierungskreis das o.g. Positionspapier "Energieversorgung der Zukunft - der Beitrag der Chemie" erarbeitet.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie