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Aufbruchstimmung statt Agonie

26.02.2007
Gemeinsame Pressemitteilung von Alexander von Humboldt-Stiftung und Deutscher Forschungsgemeinschaft
Expertengespräch zum deutsch-russischen Wissenschaftsaustausch

Schlecht ausgestattete Labors, niedrige und ausstehende Gehälter, Abwanderung nach Westen - überwiegend negative Nachrichten bestimmten lange das Bild der Forschung in Russland. Doch nun herrscht Aufbruchstimmung.

Neue Wissenschaftsstiftungen treten auf den Plan und fördern nicht nur russische Wissenschaftler in ihrer Heimat, sondern auch die internationale Mobilität russischer Forscherinnen und Forscher. Dabei kooperieren sie zunehmend als Partner auf gleicher Augenhöhe mit westlichen Stiftungen und Förderorganisationen und geben der europäischen Forschungslandschaft wichtige Impulse.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Alexander von Humboldt-Stiftung wollen bei einem Expertengespräch in Berlin über den Hintergrund und die Perspektiven des erstarkten deutsch-russischen Wissenschaftsaustauschs diskutieren. Teilnehmer sind mehr als 35 Vertreter aus Politik, Forschungsförderung und Wissenschaft, insbesondere die Russische Stiftung für Grundlagenforschung und weitere Partner ausgewählter deutsch-russischer Forschungskooperationen. Die Festansprache beim abendlichen Empfang wird Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt, halten.

Ein Hauptpunkt des Gesprächs ist die Präsentation und Diskussion einer neuen deutsch-russischen Studie der Humboldt-Stiftung zur internationalen Vernetzung der russischen Wissenschaft. Unter dem Titel "Western foundations and the reproduction of the Russian scientific elite: The case of the Alexander von Humboldt Foundation" bietet die Studie Analysen und empirische Auswertungen auf der Basis zahlreicher Interviews mit russischen Wissenschaftlern. Die von der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützte Studie zeigt, dass russische Wissenschaftler durch Förderung aus dem Westen zunehmend reisen und dass diese Reisen für ein wissenschaftliches Netzwerk unabdingbar sind. Ein weiteres Ergebnis ist die dramatische Unterfinanzierung von Wissenschaft in Russland und die Abhängigkeit von anderen Geldquellen.

Weitere Informationen

Journalisten sind herzlich zur Teilnahme am Empfang eingeladen. Der Empfang beginnt um 18.30 Uhr am 7. März 2007 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, Berlin. Um Anmeldung bei Susanna Abella-Clausen, Berliner Büro der DFG, Tel.: 030 206121-20, E-Mail: berlin@dfg.de, wird bis zum 5. März gebeten.

Die Studie ist auf Anfrage bei Kristina Güroff (Alexander von Humboldt-Stiftung, Tel.: 0228-833-144, E-Mail: kristina.gueroff@avh.de) zu erhalten und steht im Internet unter

www.humboldt-foundation.de/de/netzwerk/beratung/arbeitspapiere.htm.

Ansprechpartner zur deutsch-russischen Kooperation sind bei der DFG Dr. Jörn Achterberg, Gruppe Internationale Zusammenarbeit, Tel.: 0228 885-2292, E-Mail: joern.achterberg@dfg.de und bei der Alexander von Humboldt-Stiftung Felix Streiter, Referat 3.4, Tel.: 0228 833-275, E-Mail: felix.streiter@avh.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de/de/netzwerk/beratung/arbeitspapiere.htm

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