Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Miniatur-Chemie erobert die Industrie: Mikroverfahrenstechnik-Experten treffen sich in Osnabrück

31.01.2007
Die chemische und pharmazeutische Industrie in Deutschland steht vor grundlegenden technischen Veränderungen. Kleine Geräte ersetzen große ineffiziente Anlagenteile und machen damit die Produktion deutlich effizienter und nachhaltiger.

Die auch "Chemiefabrik auf dem Schreibtisch" genannte Mikroverfahrenstechnik tritt ihren Siegeszug an. Einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der deutschen Industrie gibt das Statuskolloquium Mikroverfahrenstechnik am 13. und 14. Februar im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück.

Das Besondere an der Mikroverfahrenstechnik sind ihre winzigen Abmessungen - die inneren Strukturen der Reaktoren, Mischer und Wärmetauscher sind meist nicht größer als wenige Millimeter. Chemische Reaktionen lassen sich in diesen kleinen Kanälen und Schlitzen exakter und effizienter durchführen als in Anlagen mit größeren Strukturen; außerdem sind die auf kleinstem Raum gut kontrollierbaren Prozesse mit weniger Emissionen, weniger Abfällen und geringem Störfallrisiko verbunden.

Für die Chemische Industrie - mit 1 750 Betrieben und knapp einer halben Million Beschäftigten einer der wichtigsten Industriezweige in Deutschland -, aber auch für die meist mittelständischen Anlagenbauer und Komponentenhersteller bedeutet diese Zukunftstechnologie eine langfristige Sicherung ihrer internationalen Wettbewerbsposition, betonen die Veranstalter.

... mehr zu:
»BMBF »DBU »Mikroverfahrenstechnik

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Mikroverfahrenstechnik bereits seit Jahren. Der jüngste Förderschwerpunkt zur Mikroverfahrenstechnik startete 2005 im Rahmenprogramm "Mikrosysteme" und ebnet der Technologie den Weg in die industrielle Praxis. Hier sind mittlerweile sieben Verbundprojekte gestartet, in denen die Integration von mikroverfahrenstechnischen Anlagen in die industrielle Umgebung erprobt wird. Das BMBF fördert diese Projekte mit rund 15 Millionen Euro. Beim Statuskolloquium stellen die Projektpartner den aktuellen Zwischenstand ihrer Entwicklungsarbeiten vor.

Bislang gibt es für das noch junge Technologiefeld Mikroverfahrenstechnik nur sehr wenige Experten. Um Chemiker und Chemie-Ingenieure für die Mikroverfahrenstechnik fit zu machen, haben das BMBF, der Fonds der Chemischen Industrie und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt im vergangenen Jahr eine konzertierte Aktion zur Aus- und Weiterbildung an den Hochschulen gestartet. Das BMBF fördert die Entwicklung von preisgünstigen mikroverfahrenstechnischen Anlagen und Komponenten, die für Praktika an Hochschulen und in Praxiskursen geeignet sind. Der Fonds der Chemischen Industrie hilft bei der Beschaffung von Geräteausstattung für den Einsatz in der Lehre an den universitären Chemiefachbereichen. Die DBU unterstützt die Entwicklung eines Handbuches für die Lehre einschließlich der dafür benötigten Komponenten.

Die ausgewählten Aus- und Weiterbildungsprojekte werden sich beim Statuskolloquium Mikroverfahrenstechnik erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter: www.mstonline.de, www.vci.de/fonds, www.dbu.de und bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Ute Ackermann, Tel.: 030 31 00 78 -113, E-Mail: ackermann@vdivde-it.de.

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de
http://www.vci.de/fonds
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: BMBF DBU Mikroverfahrenstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

11.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet

11.12.2017 | Förderungen Preise

Der Buche in die Gene schauen - Vollständiges Genom der Rotbuche entschlüsselt

11.12.2017 | Biowissenschaften Chemie