Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Boden des Jahres in halleschen Hörsälen

29.11.2006
Am 1. Dezember wird der "Boden des Jahres 2007" präsentiert. Es ist der Podsol. Was ihn so besonders macht, darüber berichtet am 5. Dezember, dem Weltbodentag, der hallesche Bodenwissenschaftler Prof. Dr. Reinhold Jahn.

"Über den Boden laufen die Menschen meist achtlos hinweg, dabei hängt soviel von ihm ab: Er ist Ernährungsgrundlage, beteiligt sich an der Reinhaltung der Luft, spendet sauberes Grundwasser und vieles mehr." Prof. Dr. Reinhold Jahn gehört von Berufs wegen zu jenen Menschen, die stets auf die Bedeutung des Bodens hinweisen. Beziehungsweise der Böden.

"In Deutschland gibt es 56 unterschiedliche Bodentypen und mehr als 220 Subtypen", erklärt der Professor für Bodenkunde und Bodenschutz am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Einen Bodentyp hat Jahn dieser Tage besonders im Blick: den Podsol. "Er wird am 1. Dezember in Berlin zum Boden des Jahres 2007 gekürt. Mit dieser Kür soll generell der notwendige Schutz der Böden stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden."

Podsole entwickelten sich auf Standorten mit quarzreichen und nährstoffarmem Ausgangsgesteinen (Sandsteine, Granite oder Flugsande), bei mäßigen bis hohen Niederschlägen und verhältnismäßig niedrigen Jahresmitteltemperaturen. Begünstigt wurde der Prozess der Podsolierung durch die in den letzten 1000 Jahren erfolgten Rodungen der Eichen-Birkenwälder und die Wiederaufforstung mit Kiefern bzw. die Verbreitung der Heidevegetation. In Deutschland sind Podsole von der Küste bis ins humide Bergland verbreitet, in den Alpen sogar bis oberhalb der Waldgrenze von 2200 Meter, am stärksten in der Lüneburger Heide und in den Mittelgebirgen. Auf Podsolen finden sich heute noch mittlerweile selten gewordene Pflanzengesellschaften, welche an nährstoffarme Verhältnisse angepasst sind. Der Begriff "Podsol" entstammt dem Russischen, frei übersetzt bedeutet er soviel wie "Ascheboden".

... mehr zu:
»Bodentyp »Weltbodentag

Am Dienstag, 5. Dezember 2006, dem Weltbodentag, hält Prof. Dr. Reinhold Jahn gleich zweimal eine öffentliche Sondervorlesung zum Thema "Der Podsol - Naturschönheit und Nutzbarkeit". Um 8.15 Uhr findet die Vorlesung im Römerhörsaal, Ludwig-Wucherer-Str. 2, 06108 Halle, statt, um 10.30 Uhr im Hörsaal 4 1.43 (Haus 4, 1. Etage, Raum 43), Von Seckendorff-Platz 4, 06120 Halle.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reinhold Jahn
Tel.: 0345-55 22530
E-Mail: reinhold.jahn@landw.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbges.de

Weitere Berichte zu: Bodentyp Weltbodentag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen
27.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

nachricht Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs
27.04.2017 | Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie