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Von Artenschutz bis Zellforschung

13.10.2006
Tiermediziner erfüllen ein breites Spektrum an öffentlichen Aufgaben - eine Konferenz gewährt Einblicke und schaut über den Tellerrand

Mit der Rolle der Veterinärmedizin in Forschung und Gesellschaft befasst sich eine Konferenz der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, die am 13. und 14. Oktober in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfindet. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Veterinärmedizinischen der Freien Universität Berlin ausgerichtet.

Ob BSE, Schweinepest oder Vogelgrippe: In den letzten Jahren ist die Öffentlichkeit immer wieder mit Infektionskrankheiten von Tieren konfrontiert worden, die auch Haustiere oder sogar die Gesundheit des Menschen bedrohen. Ganz zu schweigen von den erheblichen wirtschaftlichen Verlusten, die durch solche Krankheiten entstehen. Veterinärmediziner schützen Tierbestände vor diesen Erkrankungen und sind bemüht, die Übertragung von Krankheitserregern von Tierprodukten auf Menschen zu verhüten.

Zudem arbeiten sie in der Lebensmittelkontrolle, Forschung und Weiterbildung. "Diese Aufgaben unseres Berufsstandes sind der Öffentlichkeit nicht in ihrer vollen Bedeutung bekannt", sagt Prof. Dr. Holger Martens vom Institut für Veterinär-Physiologie der Freien Universität. Das soll sich durch die Konferenz ändern. "Wir wollen das breite Betätigungsfeld der Veterinärmedizin bekannt machen und die Vernetzung des Gebietes mit angrenzenden Fächern darstellen", umreißt Martens das Ziel der Tagung. In Zeiten fortschreitender Spezialisierung bestehe wachsender Bedarf für eine enge Zusammenarbeit mit Disziplinen wie der Medizin, den Bio- und Agrarwissenschaften und der Ökologie.

Das Tagungsprogramm ist in fünf Sektionen untergliedert und eng gepackt: 21 Vorträge von 30 Minuten Dauer sind geplant. In der Themenwahl schlägt sich das breite Spektrum der Veterinärmedizin bereits nieder: Auf dem Programm am 13. Oktober stehen Vorträge wie "Das Tier im Recht" (9.30 Uhr), "Transgene Versuchstiere" (11.10 Uhr) und Alternativen zu Tierversuchen (14.30 Uhr), Verhaltensstörungen bei Haustieren (15 Uhr) und Probleme der Tierarzneimittel-Forschung (ab 17.15 Uhr). Am 14. Oktober beschäftigt sich die Konferenz unter anderem mit dem Stand der Prionenforschung (9 Uhr), molekularer Bakteriologie (10 Uhr) und aktueller klinischer Forschung in Chirurgie und Reproduktionsmedizin (ab 12.15 Uhr). Zum Abschluss gewähren die Referenten Einblicke in öffentliche Aufgaben der Veterinärmedizin: den Artenschutz, die Seuchenbekämpfung und die Gesundheitsvorsorge (ab 14 Uhr).

Ort und Zeit:
Leibnizsaal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/33, 10117 Berlin (U-Bahnhof Stadtmitte), Beginn: 13. Oktober, 9 Uhr.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Holger Martens, Institut für Veterinär-Physiologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-62493, E-Mail: martens@vetmed.fu-berlin.de

Ilka Seer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

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