Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gastroenterologie 2006, Hannover: Ohne Hautschnitt in den Bauch - neue endoskopische Techniken

11.09.2006
Technische Weiterentwicklungen von endoskopischen Verfahren ersetzen bisherige chirurgische Eingriffe und verbessern diagnostische Möglichkeiten: Eine der neuen - und umstrittenen - Entwicklungen ermöglicht Ärzten den Zugang zur Bauchhöhle über die Magenwand, ohne die Körperoberfläche zu verletzen. Dieses und weitere neue endoskopische Verfahren sind Themen der Gastroenterologie 2006.

Die Tagung findet vom 13. bis 16. September in Hannover statt und wird von der Sektion für Gastroenterologische Endoskopie mitveranstaltet.

"Die rasante Entwicklung auf diesem medizinischen Gebiet erlaubt heute einige Diagnose- und Therapieverfahren, die vor wenigen Jahren noch nicht möglich waren", meint Dr. med. Peter N. Meier, Vorsitzender der Sektion für Gastroenterologische Endoskopie und Chefarzt Medizinische Klinik II, Henriettenstiftung Hannover. Beispielsweise ermöglicht die Kapselendoskopie eine Untersuchung des Dünndarmes, der mit anderen Verfahren diagnostisch nur schwer zu erreichen ist: Der Patient schluckt eine Kapsel, die 11 mal 26 Millimeter klein ist und eine Mini-Kamera enthält. Die Kamera macht auf ihrem Weg durch den Dünndarm zwei Aufnahmen pro Sekunde und sendet die Bilder an ein Aufnahmegerät, das der Patient am Gürtel bei sich trägt. Gastroenterologen können damit bisher unklare Darmblutungen diagnostizieren und dann mit Hilfe spezieller Endoskope (Doppelballonendoskope) therapieren.

Außerdem ersetzen endoskopische Verfahren inzwischen chirurgische Eingriffe. Mit besonderen Kathetern und effektiven Blutstillungsmaßnahmen tragen Ärzte Vorwölbungen der Schleimhaut und sogar ausgedehnte Geschwulste ab. "Diesen herausragenden Entwicklungen steht gegenüber, dass in den Kliniken kaum Zeit bleibt, sie hinsichtlich Effizienz und Nutzen über einen längeren Zeitraum zu bewerten", bemängelt Dr. Meier. Deshalb sei es eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre, junge Kollegen qualifiziert in der Endoskopie auszubilden und zu trainieren.

... mehr zu:
»Endoskopie »Gastroenterologie

Terminhinweise:

Pressekonferenzen:
Mittwoch, 13. September 2006, 12.45 bis 13.20 Uhr, Konferenzraum 12/14, HCC
Donnerstag, 14. September 2006, 13.00 bis 14.00 Uhr, Konferenzraum 12/14, HCC
Innovative Endoskopie
Donnerstag, 14. September 2006, 10.30 bis 12.00 Uhr,
Niedersachsenhalle A, Hannover Congress Centrum
Status endoskopischer Interventionen
Donnerstag, 14. September 2006, 14.00 bis 16.00 Uhr,
Niedersachsenhalle A, Hannover Congress Centrum
Endoskopie im Spannungsfeld I
Freitag, 15. September 2006, 08.30 bis 10.00 Uhr,
Niedersachsenhalle A, Hannover Congress Centrum
Endoskopie im Spannungsfeld II
Freitag, 15. September 2006, 10.30 bis 12.00 Uhr,
Niedersachsenhalle A, Hannover Congress Centrum
Training in Endoscopy - Different Countries, different ways
Freitag, 15. September 2006, 15.30 bis 17.30 Uhr,
Konferenzraum 12/14, Hannover Congress Centrum
State Of The Art Lecture Endoskopie
Endoscopy without frontiers - the NOTES project
Professor Dr. Robert Hawes, Präsident der Amerikanischen Endoskopie-Gesellschaft
Samstag, 16. September 2006, 10.30 bis 11.00 Uhr
Niedersachsenhalle A, Hannover Congress Centrum
IHR KONTAKT/Anmeldung für Journalisten:
Pressestelle, Beate Schweizer, Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart, Tel.: 0711 8931 295, Fax: - 167, Schweizer@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.dgvs.de

Weitere Berichte zu: Endoskopie Gastroenterologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie