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Nanotechnologie zur Früherkennung von Herzinfarkten

14.11.2005


o GCI - Global Cardiovascular Interventions
o XVIth International Course on Cardiovascular Interventions


o Frankfurt/Main, Palais im Zoo, 25. - 26. November 2005


Nanotechnologie zur Früherkennung von Herzinfarkten, enzymatische Auflösung arterieller Verschlüsse, medikamentös beschichtete und biologisch abbaubare Stents


Selbst modernste nicht-invasive bildgebende Verfahren waren bisher nicht in der Lage Ruptur gefährdete koronare Plaques, also drohende Verschlussstellen im Bereich der Herzkranzarterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, im Vorfeld von aussen zu erkennen. Dies soll sich durch die Einführung nanotechnologischer Markierungen ändern, mit deren Hilfe die "schlummernden Vulkane" unter zuhilfenahme gängiger Kontrastmittel magnetresonanztomografisch sichtbar gemacht werden können. Sollten sich bisher gewonnene tierexperimentelle Ergebnisse am Menschen bestätigen, wäre mit dieser Methode ein Durchbruch bei der Früherkennung herzinfarktgefährdeter Patienten gelungen.

Chronische Verschlüsse von Herzkranzarterien stellen dagegen noch immer eine besondere Herausforderung für kathetergestützte Rekanalisierungstechnik dar. Hier eröffnet die enzymatische Auflösung der verschlossenen Gefäßstrecke eine völlig neue Behandlungsperspektive bei der Vorbereitung zur Rekonstuktion durch Einsetzen von Stents (Gefäßstützen).

Selbst modernste Koronarstents, die heute mit Medikamenten imprägniert werden, damit keine Wiederverengungen auftreten, verbleiben als zarte Metallröhre in der Gefäßwand. Neuartige Magnesiumlegierungen können seit kurzem dafür verwendet werden, die Implantate so zu konstruieren, dass sie im Rahmen körpereigener Verdauungsprozesse auflösbar sind, sobald sie ihre biologische Funktion erfüllt haben. Auf diese Weise können durch Herzkathetertechnik Arterien rekonstruiert werden, ohne dass längerfristig fremdes Material im Körper verbleibt.

Dies sind nur einige Highlights des GCI, der fachübergreifenden internationalen Kardiologentagung in Frankfurt am 25. und 26. November 2005, bei der die neuesten Entwicklungen der interventionellen Kardiologie und Angiologie von weltweit führenden Experten diskutiert werden. Daneben geht es um die kathetergestützte Behandlung von angeborenen und erworbenen Herzfehlern, um die kathetergestütze Entfernung von Blutgerinnseln am Herzen sowie um die Therapie von Verengungen der Arterien die Gehirn, Nieren und Beine versorgen.

Auf der internationalen Kardiologentagung, die vom Kardiologischen Centrum Frankfurt ausgerichtet und von Priv. Doz. Dr. Dr. Jürgen Haase wissenschaftlich geleitet wird, werden über 500 Herzspezialisten aus aller Welt erwartet. Die Teilnehmer können komplizierte Eingriffe an Herz und Gefäßen mit Hilfe einer Live-Fersehübertragung aus den Operationssälen direkt verfolgen.

Priv. Doz. Dr. Dr. J. Haase

Petra Lux | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kardiocentrum-ffm.de

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