Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebensmittelsicherheit - Nationales und europäisches Treffen der Lebensmittelchemiker

30.08.2005


In Hamburg werden vom 19. bis 23 September etwa 700 Lebensmittelchemiker aus ganz Europa erwartet. An den Deutschen Lebensmittelchemikertag 2005, der von der Lebensmittelchemischen Gesellschaft, der größten Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), organisiert wird, schließt sich die EURO FOOD CHEM XIII an, eine Veranstaltung der Food Chemistry Division der European Association for Chemical and Molecular Sciences (EuCheMS). Neben allgemeinen Entwicklungen in der modernen Lebensmittelchemie werden analytische, strukturelle, technologische und physiologische Aspekte insbesondere von Proteinen, Nukleinsäuren, Ballaststoffen und deren Abbauprodukten, von Stärke und modifizierter Stärke in Lebensmitteln sowie beim Backen und Rösten entstehender Melanoidine diskutiert. Ein weiteres zentrales Thema ist die Lebensmittelsicherheit in Europa.



Der Deutsche Lebensmittelchemikertag wird am Montag, dem 19. September, vom Vorsitzenden der Lebensmittelchemischen Gesellschaft, Professor Dr. Thomas Henle, eröffnet. Themen sind beispielsweise Lebensmittelallergien, Aromen und Geschmacksstoffe im Kakao, toxische Metalle und essentielle Spurenelemente, Pflanzenschutzmittel- und Tierarzneimittel-Rückstände in Lebensmitteln oder die Überwachung gentechnisch veränderter Lebensmittel.



Außerdem werden einige Lebensmittelchemiker von der GDCh bzw. der Lebensmittelchemischen Gesellschaft geehrt. So erhält der Hamburger Lebensmittelchemiker Professor Dr. Dr. Hans Steinhart die Joseph-König-Gedenkmünze, die höchste Auszeichnung, die die GDCh an in- und ausländische Persönlichkeiten verleiht, die sich besondere Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der Lebensmittelchemie erworben haben. Außerdem verleiht die GDCh erstmals den Gerhard-Billek-Preis für die beste Dissertation im Fach Lebensmittelchemie an Dr. Dietmar Kammerer, Hohenheim. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft zeichnet Dr. Hanke Hey, Neumünster, für seine Verdienste um die fachlich qualifizierte Positionierung, eine zukunftsträchtige Weiterentwicklung und die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Lebensmittelchemie in nationalen und internationalen Gremien und Ausschüssen mit der Adolf-Juckenack-Medaille aus. Den Kurt-Täufel-Preis des Jungen Wissenschaftlers erhält der Privatdozent Dr. Dietmar Ernst Breithaupt, Stuttgart, für seine Arbeiten über Carotinoide, und der Bruno-Roßmann-Preis geht an Dr. Dirk Lachenmeier, Karlsruhe, für seine analytischen Untersuchungen von Steinobstbränden.

Am Mittwoch, dem 21. September, überlappen sich der Deutsche Lebensmittelchemikertag und EURO FOOD CHEM, die von Dr. Roger Fenwick, dem Präsidenten der EuCheMS-Food Chemistry Division, eröffnet wird. Geoffrey Podger, der Direktor der European Food Safety Authority (EFSA), stellt im Anschluss die Arbeit dieser so bedeutenden Behörde für die Lebensmittelsicherheit in Europa vor. Ein weiterer Plenarvortrag von Dr. Gunter Fricke, Nestlé, befasst sich mit der Lebensmittelsicherheit als einer europäischen Herausforderung. Bis zum Freitag geht es dann beispielsweise um die Chemie oder die Bioverfügbarkeit von insbesondere makromolekularen Lebensmittelinhaltsstoffen wie Proteinen oder Stärke sowie um neue analytische Methoden zu deren Bestimmung, aber auch um Probleme mit Verpackungsmaterialien, die in Kontakt mit Lebensmitteln kommen, um Allergene in Hühnereiern, um die Bestimmung pathogener Keime in Lebensmitteln und um Ballaststoffe. Eine Podiumsdiskussion mit international ausgewiesenen Fachleuten befasst sich mit den Auswirkungen des europäischen Lebensmittel- und Futtermittelrechts auf die Verbraucher in den EU-Mitgliedsstaaten.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. So ist sie z.B. zweitgrößte Mitgliedsgesellschaft in der European Association for Chemical and Molecular Sciences (EuCheMS). Die größte Fachgruppe in der GDCh ist die Lebensmittelchemische Gesellschaft mit knapp 3000 Mitgliedern. In ihr arbeiten die Lebensmittelchemiker aus Überwachung und Behörden, Lebensmittelindustrie, Forschung, freiberuflicher oder anderer Tätigkeit gemeinschaftlich in allen Fragen, die die Chemie, Qualität und Sicherheit der Lebensmittel betreffen, zusammen.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie