Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAMO FORUM 2005 "Funktionieren die Agrarmärkte in Mittel- und Osteuropa?"

18.04.2005


Das Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) in Halle ist inzwischen eine international anerkannte Institution in der agrarökonomischen Forschung zur Land- und Ernährungswirtschaft und zur ländlichen Entwicklung. Vom 16. bis 18. Juni findet das dritte "IAMO Forum" statt. In diesem Jahr stehen die Märkte des Agrar- und Ernährungssektors im Mittelpunkt. Unter dem Titel "Wie geschickt ist die unsichtbare Hand? Agrar- und Lebensmittelmärkte in Mittel- und Osteuropa" werden Experten aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und Wissenschaft über Formen des wirtschaftlichen Austauschs in den ehemals zentralverwalteten Ländern diskutieren. Unbestritten ist effizienter Austausch als entscheidende Voraussetzung für eine dynamische nachhaltige und ausgewogene sektorale und gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu betrachten.



Konzentrationsprozesse: pro und contra

... mehr zu:
»Ernährungssektor »IAMO »IAMO-FORUM


Die Forumsteilnehmer werden unter anderem die hochdynamischen Konzentrations- und Verflechtungsprozesse beleuchten, die derzeit in den neuen und zukünftigen EU-Mitgliedsländern und in der GUS zu beobachten sind. Durch vertragliche Bindungen oder Eingliederung in horizontale und vertikale Ketten mit zentralisierter Koordination reagieren viele Unternehmen auf differenziertere Verbraucherwünsche bzw. auf die Herausforderungen zunehmenden globalen Wettbewerbs. Supermarktketten, Verarbeitungsfirmen mit "eigenen" Rohstofflieferanten sowie agroindustrielle Komplexe von bisher nicht gekannter Dimension sind Beispiele hierfür. Durch diese Entwicklungen können einerseits ungenutzte Effizienzpotentiale genutzt werden, andererseits besteht die Gefahr, dass strategisches Verhalten übermächtiger Verbünde die allgemeine Wohlfahrt beeinträchtigt.
Ist der Staat gefragt?


Die Frage, inwieweit staatliche Rahmensetzungen bzw. Markteingriffe sinnvoll sind, um eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu fördern, ist bei vielen der Beiträge explizit oder implizit berührt. Die Politik westlicher Industrieländer wie z.B. der EU, deren Ernährungssektor von einer immensen Regelungsdichte geprägt ist, liefert bei dieser Diskussion einerseits einen Erfahrungsschatz und andererseits immer wieder Konfliktstoff.

"Es besteht ein großer Diskussionsbedarf über erfolgversprechende Unternehmensstrategien als auch über Fragen die sich der Politik stellen.", sagt Dr. Stephan Brosig, einer der Organisatoren des IAMO-Forums.

  • Welche Tendenzen der Nachfrage nach Lebensmitteln sind in MOEL zu beobachten und zu erwarten?
  • Welche Managementinstrumente sind für Unternehmensnetzwerke bzw. -verbünde geeignet?
  • Wie reibungslos funktioniert der Warenaustausch zwischen Überschuss- und Defizitregionen?
  • Besteht Anlass für staatliche Maßnahmen zur Verbesserung der Markttransparenz
  • Wo ist staatliches Handeln zur Eindämmung von Marktmacht sinnvoll?
  • In welchem Maß soll der Staat Produkt- und Prozessstandards setzen bzw. Marken schützen oder aktiv unterstützen?

Diese und andere Fragen werden auf dem IAMO-Forum analysiert. An den ersten beiden Tagen werden in über 30 Fachvorträgen Ergebnisse aus der Wissenschaft zur Diskussion gestellt. Insbesondere der zweite Tag des IAMO-Forums dient aber auch dazu, Wissenschaft, Politik und anderen gesellschaftlichen Akteuren im Agrar- und Ernährungssektor und im Bereich der ländlichen Entwicklung ein Forum für den Gedankenaustausch zu bieten. Abgerundet wird das IAMO-Forum am dritten Tag mit einer ganztägigen Fachexkursion ins sächsisch-tschechische Grenzgebiet. Im Werk Leppersdorf der Sachsenmilch AG werden Vertreter der Wertschöpfungskette für Milchprodukte ihre Standpunkte darstellen und auf Chancen und Risiken des Engagements in MOEL eingehen.

Zu der Veranstaltung werden rund 100 Teilnehmer aus mehr als 20 Ländern erwartet, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa, aber auch aus Westeuropa und Nordamerika. Neben renommierten Wissenschaftlern nehmen hochrangige Vertreter der deutschen Agrarpolitik, der Europäischen Kommission, der Landwirtschaftsorganisation und der Weltbank teil.

Mit dem IAMO-Forum 2005 ist es dem Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa einmal mehr gelungen, eine international hochkarätige Veranstaltung zu iniziieren, und damit die Bedeutung Halles für die agrarökonomische Forschung zu Mittel- und Osteuropa unter Beweis zu stellen.

Ansprechpartner: Dr. Stephan Brosig, Dr. Heinrich Hockmann, Tel.: 0345-29 28 210, forum05@iamo.de.

Dr. Michael Kopsidis | idw
Weitere Informationen:
http://www.iamo.de/forum2005/en/index.htm

Weitere Berichte zu: Ernährungssektor IAMO IAMO-FORUM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017
24.07.2017 | Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie