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Green Chemistry - Umweltfreundliche Chemie durch Biotechnologie

01.03.2004


Auf Initiative des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle treffen sich am 4. März 2004 im UFZ Vertreter der Industrie und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zu einer Arbeitstagung "Green Chemistry".



Experten unterschiedlicher deutscher Forschungseinrichtungen stellen ihre Arbeiten vor und diskutieren über neue Perspektiven für die Chemie und Biotechnologie, wenn Umweltaspekte ganz gezielt in den Mittelpunkt gestellt werden.

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»Biotechnologie »UFZ


Seit etwa 10 Jahren wird im englischen Sprachraum der Begriff "green chemistry" als Synonym für eine umweltfreundliche Chemie benutzt.

Von "Grüner Chemie" wird im Allgemeinen dann gesprochen, wenn unterschiedliche Technologien angewendet werden, bei denen entweder weniger gefährliche Substanzen gebraucht oder hergestellt oder diese vollständig eliminiert werden. Das trifft für die Synthese neuer Verbindungen ebenso zu wie auf die Herstellung oder Anwendung von bekannten chemischen Produkten.

Eine Möglichkeit, Chemie umweltfreundlicher zu machen, besteht beispielsweise darin, "biologische Schritte" in eine chemische Synthese oder einen chemischen Prozess einzubauen. Aufwändige chemische Synthesen können so auf wenige Syntheseschritte reduziert, lästige Nebenprodukte können vermieden werden. Dazu muss man sowohl die Vorteile als auch die Leistungsgrenzen biologischer Systeme kennen.

Die Biotechnologen des UFZ forschen beispielsweise daran, wie Oxo- oder Hydroxycarbonsäuren optimal biotechnologisch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Diese biotechnologisch hergestellten Produkte sind hervorragende Ausgangsstoffe für die Synthese einer Vielzahl neuer organischer Verbindungen - so genannte building blocks. Da diese Verbindungen biologisch aktiv sind, stoßen sie auf großes Interesse in der medizinischen Forschung, beispielsweise bei der Suche nach neuen Krebs hemmenden Mitteln. Die UFZ-Wissenschaftler arbeiten dabei eng mit Chemikern des Institutes für organische Chemie der Universität Leipzig zusammen.

Susanne Hufe | idw
Weitere Informationen:
http://www.ufz.de

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