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Internationale Tagung Language Technology 2002 eröffnet

26.09.2002


Staatssekretär Thomas: "Deutschland liegt in der Sprachtechnologie vorn"


Die deutsche Forschung liegt bei der Entwicklung von Technologien zur automatischen Sprachübersetzung vorn. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Uwe Thomas, lobte anlässlich der Eröffnung der Internationalen Tagung LangTech 2002, am Donnerstag in Berlin den schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie: "Die deutsche Forschung ist auf dem Gebiet der Sprachtechnologie und der Mensch-Technik-Interaktion weltweit mit führend."

Die hohe Leistung der Sprachtechnologie in Deutschland sei eine Folge der konsequenten staatlichen Förderung, betonte Thomas. Mit dem Leitprojekt Verbmobil sei dabei eine Sprachtechnologie entwickelt worden, die in Dialogen eingesetzt werden kann. Die Gesprächspartner sprechen in ihrer Muttersprache und hören in simultaner Übersetzung die Bemerkungen des fremdsprachlichen Partners.


ie Folgeprojekte von Verbmobil bezögen nun auch Gestik, Mimik, Haptik und Visualisierung mit ein, sagte Thomas. In sechs Leitprojekten zur Mensch-Technik-Interaktion mit insgesamt 97 Partnern werde damit das Zusammenspiel von Mensch und Computer weiter verfeinert. "Das ist weltweit absolutes wissenschaftliches Neuland", sagte der Staatssekretär.

Für die Leitprojekte, an denen auch das Bundesministerium für Wirtschaft beteiligt ist, werden von 1999 bis 2003 insgesamt 83 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Gesamtmittel belaufen sich auf 152 Millionen Euro. Bisher entstanden aus den laufenden Forschungsarbeiten über 500 wissenschaftliche Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge. Es wurden 55 Patente angemeldet, neun spin-off-Unternehmen gegründet und 20 spin-off-Produkte entwickelt.

Die Tagung LangTech 2002 in Berlin ist das erste internationale Forum für Lösungen aus allen Bereichen der Sprachtechnologie. Hierzu werden mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, darunter 150 aus dem Ausland. Mehr als 70 Firmen aus 20 Ländern stellen sich im Vortragsprogramm und in der Ausstellung vor. Schwerpunkt der zweitägigen Konferenz ist die industrielle Forschung, Entwicklung und Vermarktung von sprachtechnologischen Produkten. Veranstalter sind die Initiative EUROMAP, gefördert von der Europäischen Union, sowie das Deutsche Kompetenzzentrum für Sprachtechnologie Collate, das vom BMBF unterstützt wird.

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