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Vor 25 Jahren wurde das Deutsche Primatenzentrum DPZ gegründet

21.08.2002


Zeittafel: 1970 Klärung der Standortfrage, 1977 Gründung des DPZ, , 1979 Grundsteinlegung, 1984 Einweihung


Das DPZ hält sieben Arten von Neu- und Altweltaffen mit insgesamt ca. 1200 Tieren; hier Weißbüschelaffen aus Südamerika


25 Jahre Forschung für den Menschen und seine Umwelt, 25 Jahre Service für die Wissenschaft durch ein Leibniz-Institut

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Das Deutsche Primatenzentrum kann im Jahre 2002 auf 25 Jahre erfolgreicher Forschung mit und über Primaten zurückblicken. Als eine 1977 gegründete Serviceeinrichtung, die vom Bund und den Ländern gefördert wird, hat sich das DPZ als ein Kompetenz- und Referenzzentrum für die primatologische Forschung in Deutschland etabliert. Dieses Ziel hatten sich in den 60er Jahren die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat bei ihren Überlegungen zur Gründung einer zentralen Einrichtung gesetzt.
Das DPZ feiert das Jubiläum mit einer Woche der offenen Tür (02.-06.09.02), anlässlich derer die Abteilungen durch Experimente, Vorführungen und Vorträge einen Einblick in die Arbeit des Zentrums geben. Eine Ausstellung zum Thema "Der Baum des Lebens: Die Hominiden" widmet sich der Stammesgeschichte der Primaten und besonders des Menschen. Eine Festveranstaltung mit einer anschließenden Feier für die Mitarbeiter und Freunde des Zentrums schließt diese Woche ab. In Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen wird im Wintersemester 2002/2003 eine Ringvorlesung zum Thema "Aspekte der Forschung mit und über Primaten" stattfinden, auf der international anerkannte Primatologen referieren werden.

Das DPZ hält und züchtet Primaten sowohl für die Forschung in Deutschland als auch für internationale Forschungsverbünde. Einige Zuchten dienen ausschließlich der Erhaltung von in ihren ursprünglichen Lebensräumen bedrohten Tierarten.

Sieben Abteilungen decken das Spektrum der Primatologie von seinen biomedizinischen bis zu den ökologisch/ethologischen Aspekten ab. Die gewachsene Struktur von langfristig angelegten Abteilungen mit kleinen flexiblen Arbeitseinheiten sowie von zeitlich begrenzten Arbeitsgruppen erlaubt es, auf aktuelle wissenschaftliche Herausforderungen schnell zu reagieren.

Zwei vom DPZ unterhaltene Freilandstationen in Peru und Madagaskar ermöglichen den Mitarbeitern und Gastwissenschaftlern die Forschung in Ursprungsländern der Primaten.

Angebunden an Universitäten in Göttingen und Hannover beteiligt sich das Zentrum an der Ausbildung und Weiterqualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses. In Vorlesungen, Seminaren, Kolloquien und Kongressen im DPZ geben die Mitarbeiter ihr Wissen weiter.

Zoologische Gärten nutzen die Kenntnisse des Zentrums für die Optimierung ihrer Haltungen und die Behandlung von Krankheiten der Tiere. Das für den Im- und Export von Tieren über Jahre gesammelte rechtliche Know-how wird nicht nur von der deutschen primatologisch arbeitenden Forschungslandschaft, sondern auch von staatlichen Institutionen intensiv abgerufen.
.
Über 30% des laufenden Haushalts werden inzwischen von den Mitarbeitern des Zentrums auf dem hoch kompetitiven Markt der Drittmittel eingeworben. Damit belegt das DPZ vordere Plätze unter allen Leibniz-Instituten, wie auch unter den Serviceeinrichtungen dieser Wissenschaftsgemeinschaft. Die Güte der Forschung im Zentrum und die Qualifikationen seiner Mitarbeiter kommen auch darin zum Ausdruck, dass in den letzten fünf Jahren sieben Rufe auf C3- bzw. C4-Professuren an das DPZ ergangen sind.

Die Leistungen des DPZ werden nicht nur von der Fachwelt, sondern auch von den Zuwendungsgebern in hohem Maße gewürdigt: 1991 genehmigten sie den Anbau eines Bürogebäudes, denn die Anzahl der Mitarbeiter war von etwa 80 (1984) auf über 130 Kollegen gewachsen. Die Errichtung mehrerer kleiner Freigehege zwischen 1987 und 1998 trugen den gewachsenen Zuchtkapazitäten Rechnung. Die sich zur Zeit im Bau befindlichen Ausweichquartiere für die notwendig gewordene Sanierung des Tierhauses (Gesamtinvestitionsvolumen: ca. 15 Millionen Euro) werden dem DPZ nach Abschluss der Sanierung eine Ausweitung seiner Primatenhaltung erlauben, die sich am neuesten Stand der Kenntnisse über die Bedürfnisse der Tiere in Menschenobhut orientieren wird.

Der Wissenschaftsrat, der von Anfang an bei der Konzeption des DPZ beteiligt war, hat dem Zentrum 1990 und wieder 1998 bescheinigt, dass seine Arbeit von großem gesamtstaatlichen Interesse ist. Damit bestärkt das höchste wissenschaftliche Gremium der Bundesrepublik die öffentliche Hand in der Fortsetzung der Förderung des DPZ.

Dr. Dr. Michael Schwibbe | idw
Weitere Informationen:
http://www.dpz.gwdg.de/
http://www.dpz.gwdg.de/plakat.pdf
http://www.dpz.gwdg.de/jubieinl.pdf

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