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Rückenwind für die Windkraft

02.07.2002


Trittin eröffnet Welt-Windenergiekonferenz in Berlin

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute die fünftägige Weltwindenergiekonferenz im Internationalen Congress Centrum Berlin eröffnet. "Die Windenergie bläst weltweit frischen Wind in die Energiestrukturen in vielen Ländern. Im Hinblick auf den Weltgipfel in Johannesburg gehört es zu den zentralen Aufgaben der Weltgemeinschaft, eine nachhaltige Energieversorgung aufzubauen. Die Bundesregierung hat dazu mit ihrer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie die Grundlage geschaffen", sagte Trittin vor rund 600 Teilnehmern aus 50 Ländern.

Die Windenergie hält seit einigen Jahren eine Spitzenstellung als die weltweit am schnellsten wachsende Energiequelle. Die Zunahme beträgt im globalen Mittel jährlich mehr als 30 Prozent. Allein im Jahr 2001 wurden weltweit rund 6.800 Megawatt Windenergieleistung neu an die Stromnetze angeschlossen. Die installierte Gesamtleistung erreichte Ende 2001 rund 25.000 Megawatt. Es wird geschätzt, dass sich diese Leistung in den nächsten fünf Jahren auf 60.000 Megawatt mehr als verdoppeln lässt. "Vierzig Prozent des Zubaus im letzten Jahr entfallen auf die Bundesrepublik, damit sind wir bei der Windenergie Weltmeister. Grund für diesen Erfolg sind die stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen in Deutschland", sagte der Bundesumweltminister.

Einspeiseregelungen nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes haben sich mittlerweile auch in Spanien und Frankreich, aber auch in Portugal oder Brasilien sehr gut bewährt. "Die deutsche Vergütungsregelung ist ein Exportschlager. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz ist mittlerweile in sieben Sprachen übersetzt", betonte Trittin. Die Regelung sei wesentlich effektiver als eine Förderung über den Staatshaushalt und gebe Unternehmen die notwendige Sicherheit für Investitionsentscheidungen.

Als "konsequenten nächsten Schritt" bei der Nutzung der Windenergie bezeichnet Trittin die Nutzung der Windenergie auf See. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wurde unter der Federführung des Bundesumweltministeriums eine Strategie zur Offshore-Windenergienutzung erarbeitet. Ziel ist, den Anteil der Windenergie am Stromverbrauch in Deutschland innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte auf rund ein Viertel steigern.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst

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