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Internationales Symposium am Uniklinikum Essen: Transplantation von Organen lebender Spender

27.05.2002

Von Donnerstag, 6. Juni, bis Freitag, 7. Juni, richtet die Klinik für Allgemein- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums Essen unter der Leitung von Professor Dr. Dr. h. c. mult. Christoph E. Broelsch das "International Symposium on Living Donor Organ Transplantation" aus. Etwa 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden erwartet. Die Veranstaltung im Congress-Center Süd der Messe Essen wird um 8 Uhr durch die Schirmherrin des Bundesverbandes der Organtransplantierten, Christina Rau, Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger und Uni-Rektorin Professorin Dr. Ursula Boos-Nünning eröffnet.

Im November 1989 hatte Professor Broelsch in Chicago die erste Lebend-Organtransplantation einer Leber in den USA vorgenommen. Die Patientin, ein zweijähriges Mädchen mit einer angeborenen Lebererkrankung, erhielt von der Mutter einen Teil ihrer Leber. Seither sind weltweit über 1000 solcher Leber- und zudem mehrere Tausend Nierentransplantationen erfolgt. Auf dem Symposium werden zahlreiche nationale und internationale Experten alle Besonderheiten dieser Form der Organtransplantation abhandeln. Dabei werden sowohl die klinisch-operativen als auch die ethischen, juristischen und ökonomischen Aspekte zur Sprache gebracht.

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Das Thema des Symposiums, die Lebend-Organspende, gewinnt weltweit zunehmend an Bedeutung. Ursachen sind der extreme Mangel an Organen toter Spender und die gleichzeitig steigende Zahl der Patienten, die ein Organ dringend benötigen. Die eminente Diskrepanz zwischen dem Bedarf und dem tatsächlichen Angebot führt dazu, dass nach wie vor etwa jeder fünfte Patient, der auf der Warteliste für eine Organspende steht, stirbt, bevor er transplantiert werden kann. Durch die Spende eines Teils der Leber oder einer Niere durch ein Familienmitglied oder eine Person mit einer besonderen persönlichen Beziehung zu dem Patienten kann die Problematik der langen Wartezeit vermieden und die Transplantation zu einem für den Patienten optimalen Zeitpunkt vorgenommen werden.

Monika Roegge | idw

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