Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Qualitätsmanagement und Benchmarking in der Gesundheitswirtschaft zeigt deutliche Erfolge -

14.03.2002


Lernen von guten Ideen und Lösungen -
Forschungsprojekt geht nach der Pilotphase jetzt mit 50 Krankenhäusern in die Fortsetzung - Kongress in Bielefeld

Verbesserte Patienteninformationen, qualifiziertere Beschäftigte, kürzere Laufzeiten der Arztbriefe und höhere Wirtschaftlichkeit sind nur einige Ergebnisse eines vor zwei Jahren begonnenen Vergleichs unter 40 Krankenhäusern und Kliniken. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Benchmarking in der Gesundheitswirtschaft" lernten die Einrichtungen, wie sie durch gezieltes Qualitätsmanagement die heutigen Herausforderungen in der Gesundheitswirtschaft bewältigen können. Auf einem Kongress in Bielefeld werden heute (Donnerstag, 14. März 2002) die Ergebnisse vorgestellt.

Krankenhäuser und Kliniken stehen unter einem ständigen Veränderungsdruck. Neue gesetzliche Regelungen, Rechtsprechung, Finanzierungsformen und Qualitätsanforderungen, medizinisch technischer Fortschritt, die Alterung der Bevölkerung oder die EU-Erweiterung sind nur einige Herausforderungen, denen sich Krankenhäuser und Kliniken stellen müssen. Hinzu kommt, dass Qualitätsverbesserungen mit Anforderungen an Kostensenkung verbunden werden müssen.

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt ist ein Instrumentarium entwickelt worden, das die Einrichtungen dabei unterstützt, die aktuellen Herausforderungen mit geeigneten Managementinstrumenten zu bewältigen. Das Projekt hat dazu auf Basis des Modells der Europäischen Stiftung für Qualitätsmanagement eine Plattform entwickelt, die eine integrierte Entwicklung von Krankenhäusern und Kliniken unterstützt. Dabei werden sowohl die Anforderungen einer Zertifizierung nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus) als auch veränderte Steuerungsbedürfnisse durch das neue Fallpauschalengesetz oder die Optimierung der Zulieferbeziehungen berücksichtigt.

Da Instrumente wie Mitarbeiter- und Kundenbefragungen für Vergleiche genutzt und Verbesserungen zwischen den Krankenhäusern und Kliniken ausgetauscht werden, können die Einrichtungen gezielt voneinander lernen. Eine klare Positionsbestimmung wird erleichtert. So muss das Rad nicht immer wieder erneut erfunden werden.

Das Pilotprojekt hat gezeigt, dass das Benchmarking die erforderlichen Qualitätsverbesserungen sowie Effizienzsteigerungen deutlich fördert. So wurde ein Benchmarkingpartner, das Krankenhaus Springe, mit dem niedersächsischen Preis für Qualitätsmanagement und Innovation für Krankenhäuser ausgezeichnet. Bereits heute haben sich zehn weitere Krankenhäuser dem Projekt angeschlossen, das auch nach der Pilotierungsphase kontinuierlich weitergeführt wird und allen Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen die Möglichkeit zur Beteiligung bietet.

Durch die Einbindung von Zulieferunternehmen unterstützt das Benchmarking zugleich die Logistik und Warenwirtschaft der Krankenhäuser. Politische und rechtliche Entwicklungen werden mit den verantwortlichen Ministerien abgestimmt. Damit können die Einrichtungen ihre Strategien aktiv auf die Entwicklungstrends in der Gesundheitswirtschaft ausrichten.
Organisiert wird das Projekt "Benchmarking in der Gesundheitswirtschaft" vom Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) in Kooperation mit dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen Lippe (ZIG), der Fakultät für Gesundheitswissenschaft an der Universität Bielefeld und der Abteilung Sozialpolitik und Public Policy der Universität Hannover.

Die Veranstaltung bildet einen wichtigen Meilenstein des Projektes, indem es die Pilotphase abschließt und die Ergebnisse und Erfahrungen der Projektteilnehmer mit allen interessierten Akteuren der Gesundheitswirtschaft teilt. Damit wird auch die Verbreitung und Fortführung der erfolgreichen Entwicklungs- und Erprobungsphase unterstützt.

Für weitere Fragen stehen
Ihnen zur Verfügung:

IAT:
Stephan von Bandemer
Durchwahl: 0209/167-1363

ZIG:
Vera Wiehe
Durchwahl: 0521 -51 61 00

Pressereferentin
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iatge.de

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://iat-info.iatge.de/
http://swz-net.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten