Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Statusseminare: "Integrierter Umweltschutz im Bereich der Holzwirtschaft"

23.11.2001


22. bis 24. Januar 2002 in Göttingen -
Tagesthemen "Holzbau", "Holzvergütung und -verwertung" und "Holzwerkstoffherstellung"

Der Förderschwerpunkt "Integrierter Umweltschutz im Bereich der Holzwirtschaft" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird mit dem Ziel des Wissens- und Technologietransfers durch die Deutsche Gesellschaft für Holzforschung (DGfH) begleitet. Im Rahmen dieses Wissens- und Technologietransfers finden von Dienstag, 22. Januar, bis Donnerstag, 24. Januar, in Göttingen Statusseminare zur Vorstellung und zum Austausch der ersten Forschungsergebnisse statt.

Die Statusseminare wenden sich vor allem an Spezialisten aus den Bereichen der Holzwirtschaft und -forschung sowie an Fachleute aus angrenzenden Gebieten wie Logistik, Maschinenbau und Umweltschutz. Sie ermöglichen den beteiligten Partnern und allen Interessierten neben der Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Projektverantwortlichen auch einen umfassenden wissenschaftlichen Austausch der Forschungsergebnisse. So werden die in den einzelnen Forschungsprojekten gewonnenen Kenntnisse und Innovationen weitergegeben und der fachspezifische Wissensstand erweitert.

Dienstag, 22. Januar: Holzbau

Am Dienstag, 22. Januar beschäftigt sich das Statusseminar zunächst mit dem Thema Holzbau. Unter anderem analysiert das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb an der Technischen Universität Berlin die Innovationschancen im Holzfertigbau. So ist in gemeinschaftlichen Entwicklungen und Standardisierungen sowie neuen Fertigungsmethoden noch viel Entwicklungspotential enthalten. Das Institut für Baurealisierung und Bauinformatik an der Technischen Universität München stellt Schnellverschlüsse im Holztafelbau vor. Sie ermöglichen einen hohen Vorfertigungsgrad der Bauelemente im Werk. Ziel ist, ein Holzhaus nach 24 Arbeitsstunden auf der Baustelle bezugsfertig zu übergeben. Die Forschungsstelle für Brandschutztechnik an der Universität Karlsruhe erläutert, welche Vorteile neuartige Löschanlagen beim mehrgeschossigen Holzbau haben und wie sie zur erhöhten Sicherheit beitragen.

Mittwoch, 23. Januar: Holzvergütung und -verwertung

Um das Thema Holzvergütung und -verwertung geht es am Mittwoch, 23. Januar. Das ift Rosenheim Institut für Fenstertechnik e.V. wird eine ganzheitliche Betrachtung über das Holzfenster der Zukunft vorstellen. Im Blickpunkt stehen neue Materialien, Systeme und intelligente Steuerungen für die anwendergerechte Bedienung. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin, stellt Holzverbundwerkstoffe mit verbesserten Eigenschaften vor. Durch Holzmineralisierung, einer künstlichen Holzversteinerung, können Holzeigenschaften für verschiedenste Anwendungen positiv beeinflusst werden. Unverfärbtes Buchenholz hat infolge der Nachfrage nach hellen, gleichmäßig gefärbten Hölzern ein steigendes wirtschaftliches Interesse erlangt. Wie sich Buchenholzverfärbungen durch Lagerungs- und Prozessstrategien vermeiden lassen erläutert die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, Hamburg.

Donnerstag, 24. Januar: Holzwerkstoffherstellung

Am Donnerstag, 24. Januar steht die Holzwerkstoffherstellung im Mittelpunkt. Hier erörtert beispielsweise die Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück, die Möglichkeiten des Holzwerkstoffrecyclings durch thermohydrolytische Spaltung. Gemäß der Technischen Anleitung Siedlungsabfall dürfen derartige Abfälle ab 2005 nicht mehr auf Deponien entsorgt werden. Das Clausthaler Umwelttechnikinstitut GmbH CUTEC-Institut und das Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut, Braunschweig, stellen ein Verbundprojekt zur emissionsfreien Holzspänetrocknung mit Wertstoffgewinnung vor. Durch das neue Kreisgastrocknungssystem konnten bereits etwa 15 Prozent der benötigten Heizenergie eingespart und verwertbare Wertstoffe aus den Trocknerbrüden gewonnen werden. Wie der Einsatz von Ultraschall die Verleimung von Massivholzplatten wesentlich verkürzen kann, erläutert das Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH. Diese Technologie kann beispielsweise zur Herstellung von Fensterkanten eingesetzt werden.

Neben dem umfassenden Vortragsprogramm erwartet die Teilnehmer auch Gelegenheit zu ausführlichen persönlichen Gesprächen mit den einzelnen Projektverantwortlichen. Die jeweiligen Veranstaltungstage können auch einzeln besucht werden. Nähere Informationen und Anmeldeunterlagen gibt es direkt bei der DGfH, Bayerstraße 57 - 59, 80335 München, Fax: 089/531657, E-Mail: mail@dgfh.de.

Im Rahmen des Förderschwerpunkts "Integrierter Umweltschutz im Bereich der Holzwirtschaft" fördert das BMBF Forschungsarbeiten in den Bereichen Holzwerkstoffherstellung, Holzbau, Sägewerke, Holzvergütung und Klebetechnik. Wesentliches Ziel des Förderschwerpunkts ist die Erschließung und konsequente Nutzung innovativer Potenziale bei der Entwicklung und dem Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen sowie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Doris Pischitz | idw
Weitere Informationen:
http://holz-und-umwelt.de/
http://dgfh.de

Weitere Berichte zu: Holzvergütung Holzwerkstoff Holzwirtschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie