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Katastrophe oder Chance? Hochwasser und Ökologie

08.10.2001


Hochwässer und Überschwemmungen stellen für den Menschen, der die Flusslandschaften für Landwirtschaft und Siedlungen nutzt, ein Gefahrenpotenzial dar. Aber sind Hochwässer wirklich nur Katastrophen - oder bedeuten sie für die umgebende Flusslandschaft nicht vielmehr auch eine Chance für die Entwicklung ganz spezieller Ökosysteme? Wie könnte unter diesen Aspekten ein moderner Hochwasserschutz aussehen, der beiden Seiten - sowohl der Ökologie flussnaher Landschaften als auch den Gefährdungen und Ängsten der dort lebenden Menschen - gerecht wird? Nur das Erkennen der in Ökosystemen ablaufenden Vorgängen erlaubt es, Fehler bei Flussregulierungen, wie sie in den letzten Jahrzehnten zahlreich und schwerwiegend aufgetreten sind, zu vermeiden.



Der Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist es gelungen, führende Experten zu diesen spannenden, vielseitigen und ökologisch sehr wichtigen Fragestellungen zu einem ihrer Rundgespräche zu verpflichten. Die Veranstaltung wird am 22. Oktober 2001 in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Marstallplatz 8 in München, stattfinden.

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»Ökologie »Ökosystem

Vertreter der Medien sind herzlich einladen, an dieser Fachtagung mit dem Titel "Katastrophe oder Chance? Hochwasser und Ökologie", die aus räumlichen und organisatorischen Gründen nur für eine begrenzte Anzahl von eingeladenen Gästen offen stehen wird, teilzunehmen. Nach jedem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion; auch ist eine Abschlussdiskussion vorgesehen, auf der die Teilnehmer den anwesenden Referenten und Gästen Fragen stellen können.
Um Anmeldung bis zum 16. Oktober 2001 wird gebeten. Mittags steht ein Imbiss für die Teilnehmer bereit.


TAGUNGSPROGRAMM
(Dauer aller Vorträge: jeweils 20 Minuten, anschließend jeweils 10 Minuten Diskussion)

9.00 Uhr: Begrüßung durch den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften,
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heinrich Nöth

9.15 - 9.45 Uhr: Hochwasser als historisches Phänomen
Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Geographisches Institut, Universität Würzburg/Heidelberg

9.45 - 10.15 Uhr: Schäden durch Hochwasser in heutiger Zeit
Dr. Ulrich Ebel, Swiss Re Germany AG, München

Kaffeepause

10.45 - 11.15 Uhr: Leben in der Flussdynamik zwischen Trockenfallen und Hochwasser
Dr. Klement Tockner, EAWAG Dübendorf, ETH

11.15 - 11.45 Uhr: Droht uns im nächsten Sommer Hochwasser vom Gletscher?
Dr. Ludwig Braun, Kommission für Glaziologie, BAdW München

11.45 - 12.15 Uhr: Hochwasser und Landnutzung
Priv.-Doz. Dr. Karl Auerswald, Dept. für Pflanzenwissenschaften, TU München

Mittagspause

13.30 - 14.00 Uhr: Naturnahe Gestaltung von Gewässern - Wunschvorstellungen und Realität
Prof. Dr.-Ing. Franz Valentin, Institut für Wasserwesen, TU München

14.00 - 14.30 Uhr: Ökologische Seite eines modernen Hochwasserschutzes am Beispiel des integrierten Rhein-Programms Baden-Württemberg
Dr. Ulrike Pfarr, Gewässerdirektion Südl. Oberrhein/Hochrhein, Lahr

Kaffeepause

15.00 - 15.30 Uhr: Flussdynamik der Donau bei Ingolstadt in vorgeschichtlicher, geschichtlicher und heutiger Zeit
Prof. Dr. Herrmann Jerz, Institut für Geographie, Univ. Augsburg

15.30 - 16.00 Uhr: Auenentwicklung vor/nach der Flussregulierung
Prof. Dr. Emil Dister, WWF-Aueninstitut, Rastatt

16.00 - 16.30 Uhr: Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht - gallenerzeugende Insekten im Ökosystem Aue
Jens Amendt, Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt a.M.

16.30 - 17.00 Uhr: Die Bedeutung von Hochwasser für die Renaturierung der Flusslandschaft Isar
Dr. Peter Jürging, Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft, München

17.00 - 17.30 Uhr: Verlandungsdynamik und Hochwasser am unteren Inn: Auswirkungen auf die Ökologie von Fluss-Stauseen
Prof. Dr. Josef Reichholf, Zoologische Staatssammlung München

17.30 - 18.30 Uhr: Zusammenfassung und Schlussdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Horst Hagedorn, Geographisches Institut, Universität Würzburg

Ende des Rundgesprächs: ca. 18.30 Uhr

Gisela von Klaudy | idw

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