Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Technologiefirmen setzen sich durch

20.07.2001


Münchener Business Plan Wettbewerb prämiert innovative Gründungskonzepte

München / Frankfurt/M. (ots) - Ohne finanzstarke, markterfahrene Partner haben innovative Geschäftskonzepte keine Chance. Doch wo lernt man diese Experten kennen, die bei der Umsetzung erfolgversprechender Ideen helfen? Zum Beispiel beim Münchener Business Plan Wettbewerb, der im Rahmen einer Prämierungsveranstaltung am 19. Juli 2001 diesmal fünf Unternehmenskonzepte ausgezeichnet hat. Als einer der Hauptsponsoren nahmen Jürgen Fitschen, im Konzernvorstand der Deutsche Bank AG zuständig für das Corporate- und Investmentbanking und der Geschäftsführer der Deutsche Venture Capital Gesellschaft mbH (DVC), Dr. Werner Schauerte, beide Frankfurt am Main, die Auszeichnung vor. Den mit 50.000 Mark dotierten ersten Preis erhielt AttoCube Systems für die Entwicklung neuer Stellmotoren, die im Präzisionsumfeld der Nanotechnologie zum Einsatz kommen sollen.

Finanzieller Sachverstand und fundierte technische Expertise sind Eckpfeiler des Betreuungskonzeptes, das die Deutsche Bank sowie ihre Partnergesellschaft DVC seit 1996 erfolgreich in die Tat umsetzen. Um Innovationen in Technik und Unternehmensgründungen nachdrücklich zu fördern, engagieren sich beide Unternehmen gemeinsam mit der HypoVereinsbank AG, BMW AG, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) als Hauptsponsor sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technik als Schirmherr des Münchener Business Plan Wettbewerbes.

Wie in jedem Jahr wurden erneut drei Hauptpreise sowie ein Sonderpreis vergeben: Die Siegprämie von 50.000 Mark ging diesmal an AttoCube Systems, ein Spin-Off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf die Nanotechnologie und entwickelt, produziert und vermarktet innovative Stellmotoren für hochpräzise Positionierungsaufgaben sowie eine darauf aufbauende Mikroskop-Familie. Im Vergleich zu konventionellen Systemen fallen die von AttoCube entwickelten Stellmotoren deutlich kleiner und kostengünstiger aus und bieten ein erheblich verbessertes Leistungsspektrum. Profitieren werden davon insbesondere die Chipindustrie sowie Unternehmen aus Biotechnologie und Telekommunikation. Platz zwei (40.000 Mark) belegte LASAZZ, ein Spin-Off der Technischen Universität (TU) München, das ab Oktober als Aktiengesellschaft firmieren wird. Als Technologieplattform bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen zur 3D-Vermessung von Oberflächenformen, zum Beispiel in der Feinwerktechnik oder bei Waferoberflächen. LASAZZ will zunächst LAoS-10 vermarkten, ein Produkt für die Schweißnahtvermessung.

Den dritten Platz (jeweils 15.000 Mark) teilen sich Nanoscape sowie Virus Tracing Group, beide Spin-Offs der LMU. Nanoscape hat sich auf hocheffiziente Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen im Bereich Katalyse und "New Materials" spezialisiert. Unter Einsatz paralleler Hochdurchsatz-Technologien (Entwicklungsroboter) kann Nanoscape neue Materialien in kurzer Zeit erzeugen und detailliert charakterisieren. Ein völlig neues bildgebendes Verfahren hat das Team der Virus Tracing Group entwickelt. Damit kann zum ersten Mal genau beobachtet werden, welchen Infektionsweg ein Virus in eine lebendige Zelle zurücklegt. Bei deutlich verkürzter Entwicklungszeit lassen sich so erhebliche Kosten bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Viruserkrankungen einsparen.

Der Sonderpreis von 5000 Mark ging an SmartTurbine, Spin-Off eines Münchener Triebwerkherstellers. Das Unternehmen entwickelt intelligente mikrosystemtechnische Lösungen für den Einsatz in Flugzeugantrieben und Gasturbinen. Damit gewinnen Hersteller und Wartungsbetriebe bedeutende Wettbewerbsvorteile, zumal Fluglinien bis zu 20 Prozent der Wartungskosten einsparen können.

Mit ihrem gemeinsamen Engagement im Rahmen des Münchener Business Plan-Wettbewerbs unterstreichen Deutsche Bank und DVC aufs Neue, welche Rolle professionelle Beteiligungskonzepte einnehmen. Als qualifizierte Ansprechpartner der Gründer stehen Innovationsteams aus verschiedenen Technologiefeldern wie zum Beispiel Life Science, Mikrotechnologie und Automation zur Verfügung. Markterfahrene Bank- und Finanzierungsprofis sowie Technologieexperten bilden dabei ein schlagkräftiges Team. Sie verstehen das Geschäft innovativer Unternehmer, loten Marktchancen und Risikopotentiale aus und meistern anspruchsvollste Herausforderungen. Weiterer Vorteil: Aus dem weltweiten Netzwerk der Deutschen Bank können Unternehmen von Experten aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Verbänden und Fachanwälten in dem jeweiligen Technologieumfeld profitieren.

Laut DVC-Geschäftsführer Dr. Werner Schauerte ist der deutsche VC-Markt nach wie vor in Europa einer der großen Märkte für die Finanzierung von Wachstumsunternehmen in der frühen Phase (early stage). Chancen für fundierte Konzepte in der Gründerszene überwiegen in den Märkten IT, Mikro- und Systemtechnik und Biotechnologie. "Nach Ablauf der Konsolidierung wird der Markt mittel- und langfristig weiter wachsen und eine wesentliche Rolle in der technologischen Erneuerung der deutschen Wirtschaft spielen", erwartet der VC-Experte.

Von DVC geförderte Unternehmen werden in allen Phasen des Aufbaus unterstützt: bei der Rekrutierung und Unterstützung des Management-Teams, bei der Entwicklung des Geschäftsplans sowie bei der internationalen Expansion. DVC managt ein Fondsvolumen von rund 300 Mio. Euro und fokussiert sich auf Investitionen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie (50%), Biotechnologie und Mikro- und Systemtechnik zu je 25 Prozent.

Ingrid Vos | ots
Weitere Informationen:
http://www.mbpw.de
http://www.db-innovation.de
http://www.dvcg.de

Weitere Berichte zu: DVC

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Geheimtinte: Von antiken Rezepturen bis zu High-Tech-Varianten

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neuer Sensor zur Messung der Luftströmung in Kühllagern von Obst und Gemüse

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Neues Prinzip der Proteinbindung entdeckt

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics