Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Große Fortschritte in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

05.05.2001


Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stellen nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland dar. Deshalb läuft die Forschung auf diesem Gebiet auf Hochtouren und bringt Jahr für Jahr einen enormen Wissenszuwachs hervor.

Jena (05.05.01) Um diese Informationen an niedergelassene Mediziner und Klinikärzte weiterzugeben, veranstaltet der Jenaer Kardiologe Prof. Dr. Hans-Reiner Figulla zusammen mit seinen Kollegen Prof. Dr. Harald-Horst Tillmanns von Universitätsklinikum Gießen und Prof. Dr. Karl Werdan vom Klinikum der Universität Halle Wittenberg zur Zeit zum zweiten Mal die "Herzaktion Weimar". 400 Teilnehmer sind zu dem dreitätigen Treffen in die Stadt "im Herzen Deutschlands" angereist.

Als großen Fortschritt sieht Figulla die Tatsache an, dass die Herz-Kreislauf-Erkrankungen erst in immer höheren Alter zum Tode führen. Dazu tragen nach Aussage des Direktors der Klinik für Innere Medizin III der Friedrich-Schiller-Universität neue Medikament bei, die die Blutplättchen derart beeinflussen, dass es nach Gefäßerweiterungen seltener zu Wiederverschlüssen der Adern kommt, und die der Behandlung von Blutgerinnseln in den Herz-Kranz-Gefäßen dienen.

"Auch in der Therapie der Herzschwäche sind wir ein großes Stück weitergekommen", so Figulla, "das verdanken wir neuen Medikamenten, aber auch anderen Verfahren wie zum Beispiel dem Zwei-Kammer-Schrittmacher."

Die "Herzaktion Weimar 2001" bietet für Spezialisten Fortbildungsveranstaltungen, so zum Beispiel in modernen bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomografie des Herzens und der angrenzenden Gefäße und in einem neuen Verfahren zur Behandlung des drohenden Schlaganfalls, der so genannten Carotisangioplastie.

Neben Kardiologen und Allgemeinmedizinern sollen durch die Veranstaltung aber auch Patienten und medizinisches Assistenzpersonal angesprochen werden. Im Rahmen eines parallel stattfindenden Patientenseminars der Deutschen Herzstiftung geht es um Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen. Prof. Figulla, der im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung ist, wird über Vorbeugung und Notfallmaßnahmen bei Herzinfarkt sprechen, außerdem gibt es eine Demonstration von Herz-Lungen-Wiederbelebung für Angehörige.

Doch die Mediziner wollen sich nicht nur auf ihr eigenes Spezialgebiet beschränken. "Wir haben mit Jens Reich einen Festredner am Eröffnungsabend gewonnen, der mit seinem Vortrag zu den Auswirkungen der Aufklärung des menschlichen Genoms auf die zukünftige Medizin sicher der geistigen Tradition des Tagungsortes Weimar gerecht wird und als Molekularbiologe und Philosoph uns die Gelegenheit gibt, die Welt einmal außerhalb des medizinischen Tellerrandes zu betrachten", so Hans-Reiner Figulla.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Hans-Reiner Figulla


Direktor der Klinik für Innere Medizin III
Tel.: 03641/ 9 39 138, Fax: 9 39-363
E-Mail: ingrid.nebe@med.uni-jena.de

Susanne Liedtke


Friedrich Schiller Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel: 03641/ 93 10 40
Fax: 03641/ 93 10 42
E-Mail: Susanne.Liedtke@uni-jena.de

Susanne Liedtke |

Weitere Berichte zu: Herz-Kreislauf-Erkrankung Herzinfarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017
24.07.2017 | Universität Hamburg

nachricht Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen
24.07.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie