Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bauhaus Lectures Dessau 2009

15.05.2009
Am 28. Mai 2009 findet die Konferenz "Moderne Lebensweisen" der Hochschule Anhalt (FH) und der Stiftung Bauhaus Dessau in der Aula Bauhaus, Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Roßlau statt.

Die vierte "Bauhaus Lectures" am 28. Mai 2009 steht unter dem Titel "Moderne Lebenswelten". Die Reihe, die von der Hochschule Anhalt gemeinsam mit der Stiftung Bauhaus Dessau ausgerichtet wird, stellt in diesem Jahr die Frage nach der zeitgemäßen Lebensweise: Was haben uns die klassischen Vorstellungen von Bauhaus und Moderne heute noch zu sagen? In welcher Weise bestimmen die modernen Prinzipien noch unser Leben?

Das Ziel des Bauhauses war nicht nur das einzelne Werk, das konkrete Haus oder die einzelne Siedlung. Es ging vielmehr darum, durch die funktionale Gestaltung dieser Räume das Leben vom Ballast der bürgerlichen Kultur des 19. Jahrhunderts zu befreien: Jeder sollte angemessenen Raum und mehr Zeit erhalten, um sich individuell entfalten zu können. Dieses Versprechen des Bauhauses wirkt bis heute.

Die gegenwärtigen ökonomischen und ökologischen Krisen stellen nun erneut die Frage nach der Lebensweise. Zu lange wurden Antworten nur von den Sozial- und Ingenieurwissenschaften erwartet. Der Lebensstil wurde als mehr oder minder individualisierte Konfektionierung des Lebens begriffen. Zwar sind die avantgardistischen Gestaltungsprinzipien des Bauhauses höchst erfolgreiche Geschäftsmodelle im Prozess der Modernisierung auf breiter gesellschaftlicher Grundlage geworden. Doch die kulturelle Globalisierung, die nicht mit der ökonomischen synchron verläuft, kündigt diese Übereinstimmung von kultureller Modernität und ökonomischer Modernisierung auf: Formale Einheitlichkeit und individuelle Vielfalt, "Standard" und "Elite" sortieren sich heute völlig neu.

Die Architekturhistoriker Sokratis Georgiadis von der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und Claude Lichtenstein aus Zürich fragen daher nach den historischen und aktuellen Bezügen von gestalterischen Entwürfen und sozialen Lebensweisen. Harry Lehmann vom Umweltbundesamt in Dessau und Mechthild Schmidt von der New York University untersuchen die komplexen Schnittstellen in den digitalen Medien, die reale und virtuelle Welt trennen. Sigrun Prahl, Architektin aus Berlin, und Gertrude Helm aus dem Stadtplanungsamt Aachen fragen danach, wie sich die Entfaltung von Sinnlichkeit mit den Systemen in Raumplanung und Gestaltung vermittelt. Ist Ikea mit seiner Ideologie des "demokratischen Designs" das Bauhaus von heute? Darauf antworten Karin Bruns von der Kunstuniversität Linz und Michael Mönninger von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Julia Böge von q.e.d. Berlin fragt zum Schluss nach dem Zusammenhang von Mode und Moderne.

Kontakt:
Stiftung Bauhaus Dessau
Katja Klaus
E-Mail: sevice@bauhaus-dessau.de
Tel.: 0340 6508-250
Hochschule Anhalt (FH)
Kathrin Beyer
E-Mail: k.beyer@afg.hs-anhalt.de
Tel.: 0340 5197 1511

Eileen Klötzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-anhalt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin
22.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht 48V im Fokus!
21.05.2018 | Haus der Technik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

Wie verleiht man Zellen neue Eigenschaften ohne ihren Stoffwechsel zu behindern? Ein Team der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München veränderte Säugetierzellen so, dass sie künstliche Kompartimente bildeten, in denen räumlich abgesondert Reaktionen ablaufen konnten. Diese machten die Zellen tief im Gewebe sichtbar und mittels magnetischer Felder manipulierbar.

Prof. Gil Westmeyer, Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM und Leiter einer Forschungsgruppe am Helmholtz Zentrum München, und sein Team haben dies...

Im Focus: LZH showcases laser material processing of tomorrow at the LASYS 2018

At the LASYS 2018, from June 5th to 7th, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) will be showcasing processes for the laser material processing of tomorrow in hall 4 at stand 4E75. With blown bomb shells the LZH will present first results of a research project on civil security.

At this year's LASYS, the LZH will exhibit light-based processes such as cutting, welding, ablation and structuring as well as additive manufacturing for...

Im Focus: Kosmische Ravioli und Spätzle

Die inneren Monde des Saturns sehen aus wie riesige Ravioli und Spätzle. Das enthüllten Bilder der Raumsonde Cassini. Nun konnten Forscher der Universität Bern erstmals zeigen, wie diese Monde entstanden sind. Die eigenartigen Formen sind eine natürliche Folge von Zusammenstössen zwischen kleinen Monden ähnlicher Grösse, wie Computersimulationen demonstrieren.

Als Martin Rubin, Astrophysiker an der Universität Bern, die Bilder der Saturnmonde Pan und Atlas im Internet sah, war er verblüfft. Die Nahaufnahmen der...

Im Focus: Self-illuminating pixels for a new display generation

There are videos on the internet that can make one marvel at technology. For example, a smartphone is casually bent around the arm or a thin-film display is rolled in all directions and with almost every diameter. From the user's point of view, this looks fantastic. From a professional point of view, however, the question arises: Is that already possible?

At Display Week 2018, scientists from the Fraunhofer Institute for Applied Polymer Research IAP will be demonstrating today’s technological possibilities and...

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vielseitige Nanokugeln: Forscher bauen künstliche Zellkompartimente als molekulare Werkstatt

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskopie der Zukunft

22.05.2018 | Medizintechnik

Designerzellen: Künstliches Enzym kann Genschalter betätigen

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics